Lohnweiler in der Pfalz

Lohnweiler

0.1.Allgemeine Angaben

Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Lauterecken

Einwohner (2007): 458

Einwohner (2010): 457   

Gemarkung: 491 ha, davon ca. 20 ha Siedlungsfläche und 139 ha Wald

0.2.Lage

Der Ort liegt in rund 165 Metern Höhe über dem Meeresspiegel im Tal der Lauter nur etwa einen Kilometer südlich der Stadt Lauterecken an der Mündung des Koppbachs oder Mausbachs, dessen Tal sich nach Südwesten hin erstreckt. Die Erhebungen rings um den Ort erreichen Höhen von fast 340 Metern. (Silberkopf 337 m, Dumpf 318 m, Leienberg 311 m)  

0.3.Siedlung und Wohnung

Der Ortskern liegt mit Kirche und ehemaliger Schule links der Lauter im Ausgang des Mausbachtals beiderseits einer winkligen Straße, die im Bogen nach Süden hin als Feldweg weiter verläuft. Vom Ortskern her zweigen weitere Straßen mit Neubaugebieten nach Norden und Süden hin ab. Östlich dieses Ortskerns verlaufen links der Lauter die Eisenbahn und rechts der Lauter die Bundesstraße 270 in einem weniger dichten Siedlungsbereich. Der Friedhof liegt südlich des Ortskerns.

Das Gemeindehaus[Bild: Ernst Schworm]

0.4.Name

Der Ort wurde 1326 als "Lonewilre off der Lutern" erstmals in einer Urkunde erwähnt, die durch eine Kopie aus dem frühen 15. Jahrhundert überliefert wurde. Weitere Bezeichnungen aus früherer Zeit sind: Lonewijlre (1364), Lonwiler und Loenwiler (1483), Loinwiller (1506), Lonwiller (1578), Lohweiller 1643. Der heutige Name erscheint erst 1824. Nach Dolch/Greule müsste es sich ursprünglich um die Siedlung eines Mannes mit Namen Lono gehandelt haben. Nach anderen Deutungen könnte sich das Bestimmungswort auch auf Loh als alte Bezeichnung für Wald beziehen. 

0.5.Wappen

Das Wappen ist diagonal zweigeteilt und zeigt in der oberen Hälfte auf schwarzem Grund eine  rotbewehrten, rotbezungten und rotbekrönten Löwen, in der unteren Hälfte einen schwarzen Lohnen (Schabgerät der Gerber) auf gelbem Grund. Der Löwe deutet darauf hin, dass der Ort früher zur Kurpfalz gehörte. Die Aufnahme des Lohnens in das Wappen bezieht sich mehr auf die Namensdeutung im Zusammenhang des Ortes mit dem Wald. Lohnen kann aber auch ein Werkzeug zum Schälen der Eichenrinde sein oder ein Splint im Wagenrad. Das Wappen wurde 1980 durch die Bezirksregierung von Rheinhessen-Pfalz genehmigt. (Vgl. Debus 1988 S. 164)

0.6.Abriss der Ortsgeschichte

0.6.1.Frühgeschichte

Mit Sicherheit war die Umgebung des Ortes schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt, was durch reichhaltige Funde aus der Gemarkung belegt ist. So wurden zwei Steinbeile gefunden, das eine nahe beim Dorf in der Gewanne "Im Flur" und das andere an der südlichen Gemarkungsgrenze im Jungenwald. Weitere jungsteinzeitliche Funde sind Scherben der Bandkeramik und des Rössener Kreises. Auch aus der Eisenzeit wurden Scherben gefunden und ein Bronzering. Ein Teil dieser Gegenstände bewahrte die frühere Schule in einer eigenen Sammlung auf. Außerdem bestehen in der Gemarkung mehrere Gruppen von insgesamt etwa 20 Hügelgräbern. (Vgl. Bantelmann S. 54/55).  Die römerzeitlichen Funde von Lohnweiler zählen mit zu den bedeutendsten im gesamten Bereich des Landkreises Kusel. "An einem Osthang über der Lauterniederung ist seit 1973 eine ausgedehnte Hofanlage bekannt, von der bei Bauarbeiten mehrere Mauerzüge mit Hypokaustheizung und Keller freigelegt wurden. Ganz offensichtlich wurde an dieser Stelle das Hauptgebäude eines größeren Landgutes angeschnitten. Auf der ausgedehnten Hangfläche zur Lauterniederung hin lagen die Wirtschaftsgebäude. 1988 konnten eine Hangmauer und ein größeres Haus freigelegt werden. Die Anlage hat nach Ausweis der geringen Funde zumindest bis zur Mitte des 4. Jahrhunderts bestanden. Der Keller des Herrenhauses mit zwei Wandnischen, Lichtschacht und Treppen ist in einem Privatanwesen erhalten". (Helmut Bernhard in: Cüppers 1990 S. 453)

0.6.2.Mittelalter

Wahrscheinlich wurde der heutige Ort Lohnweiler erst im frühen Mittelalter gegründet, wobei es nicht möglich ist, die Gründungszeit genauer einzugrenzen. Der Ort lag im Nahegau und kam später zur Grafschaft Veldenz, als diese in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts entstanden war. Aus dieser Epoche liegen eine Reihe von Urkunden vor, nach denen die Grafen der jüngeren Grafschaft Veldenz ihren Vasallen Rechte in Lohnweiler eingeräumt hatten. So wurde durch den Grafen Heinrich II. von Veldenz der "Persuna von Muntfort" ein Wittum als Lehen verschrieben, bestehend aus "Gericht und Leuten zu Lonewilre, den Leuten zu Offenbach und allen ihren Zugsleuten."  1379 erklärte der veldenzische Vasall Mohr von Sötern, dass er aus einer Reihe von Orten von seinem gnädigen Junker Friedrich (Friedrich II. von Veldenz 1378-1396) Güter in einer Reihe von Orten erhalten habe, auch in Lohnweiler. 1380 bekannte dann Gerhard von Alsenz alle seine veldenzischen Lehen, auch dass er aus Lohnweiler Zinsen beziehen würde. Wiederum am Gericht und an den Leuten von Lohnweiler teilzuhaben bekannte 1417 Ritter Johann Boos von Waldeck dem Grafen Friedrich III. von Veldenz (1396-1444). Dieses letzte Lehen wurde 1422 erneut bestätigt.  

Der letzte mittelalterliche Graf von Veldenz, Friedrich III., starb 1444 und hinterließ keinen erbberechtigten Sohn. Seine Tochter Anna war mit dem Pfalzgrafen Stephan verheiratet, einem Sohn des Königs und Kurfürsten Ruprecht von der Pfalz. Stephan begründete nun mit kurpfälzischem Eigenbesitz und mit dem Erbteil seiner Frau die neue Pfalzgrafschaft Zweibrücken, die später als Herzogtum bezeichnet wurde. Lohnweiler gehörte nun zu dieser neuen Pfalzgrafschaft.

0.6.3.Neuzeit

Durch den Marburger Vertrag vom 18. November 1543 entstand eine Pfalzgrafschaft Veldenz, später Veldenz - Lützelstein genannt, die Herzog Wolfgang für seinen Oheim Ruprecht (R. der Hinkende) eingerichtet hatte. Die Neueinrichtung dieser Pfalzgrafschaft war ein Entgegenkommen für Ruprecht, der als Vormund von Wolfgang in dessen jungen Jahren, zusammen mit Wolfgangs Mutter Anna, die Pfalzgrafschaft regiert hatte. Lohnweiler lag nun in dieser neuen Grafschaft Veldenz. Pfalzgraf Ruprecht, deren Begründer, starb schon 1544. Georg Hans (geb. 1543) sollte die Nachfolge antreten. Während seiner Unmündigkeit regierte für ihn Pfalzgraf (Herzog) Wolfgang als Verweser. 

Wie die meisten Orte der Glangegend hatte auch Lohnweiler unter den Kriegen des 17. Jahrhunderts zu leiden, unter dem Dreißigjährigen Krieg wie auch unter den Kriegen Ludwigs XIV. Allerdings bot vor allem während des 30-jährigen Krieges die nahe Residenzstadt Lauterecken den Bewohnern eine Zuflucht. Lauterecken wurde nicht erobert. Dennoch hielt der Tod durch Hunger und Pest auch hier reiche Ernte.

Die Pfalzgrafschaft Veldenz-Lützelstein war 1694 durch den Tod des letzten regierenden Pfalzgrafen Leopold Ludwig verweist. Es entstand nun ein Streit darüber, ob die Grafschaft - und mit ihr auch Lohnweiler - an die Kurpfalz oder an die Pfalzgrafschaft Zweibrücken fallen sollte. Zunächst hatte die Pfalzgrafschaft Zweibrücken, die damals von dem Schwedenkönig Karl XI. regiert wurde, die Ämter Veldenz und Lauterecken und den Remigiusberg in Besitz genommen. 1697 erschienen dann kurpfälzische Truppen, das Amt Lauterecken wurde nun durch die Kurpfalz verwaltet. Eine endgültige Lösung des Streits erfolgte erst 1733 durch den so genannten Successionsvertrag zu Gunsten der Kurpfalz.

Johann Goswin Widder schreibt 1788 in seinem Werk Geographische Beschreibung der Kur=Pfalz über Lohnweiler u. a.: „Die dermalige Inwohnerschaft bestehet in 54 Familien, welche 220 Seelen ausmachen. Die Gebäude in einer Kirche und Schule, 45 burgerlichen und gemeinen Häusern. Die Gemarkung in 722 Morgen Äcker, 28 M. Wingert, 55 M Wiesen, dritthalb M. Gärten, und 252 M. Wald. ... Den Zehnten beziehen die Freiherren von Boos zu Waldeck im Dumpf, das landgräfliche Haus Hessen-Darmstatt im Leyenberg und die kurfürstliche Hofkammer von den Neubrüchen.“ So ist anzunehmen, dass die Herren Boos von Waldeck vom späten Mittelalter her bis zum Ende der alten Feudalzeit in Lohnweiler Rechte besaßen. 

0.6.4.Neueste Zeit

Während der Zeit der Französischen Revolution und der Regierungszeit des Kaisers Napoleon wurde das linksrheinische Deutschland von Frankreich annektiert. Entlang des Glans zog sich die Grenze zwischen den Departements Saar und Donnersberg. Lohnweiler lag im Departement Donnersberg, im  Arrondissement Kaiserslautern und im Canton Lauterecken, zugleich in der Mairie Lauterecken. 1814 wurden die Franzosen aus dem linksrheinischen deutschen Gebiet vertrieben, und nach einer kurzen Zwischenzeit kam es zu einer territorialen Neuordnung, nach der Lohnweiler nun im „Baierischen Rheinkreis“ lag, der späteren bayerischen Rheinpfalz, im Landcommissariat (später Bezirksamt und Landkreis) Kusel, im Kanton (später Distrikt bis etwa zum Ersten Weltkrieg) Lauterecken, zugleich in der Bürgermeisterei Lauterecken. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das linksrheinische Bayern in das neue Bundesland Rheinland-Pfalz eingegliedert. Lohnweiler lag nun im Regierungsbezirk Pfalz dieses Bundeslandes, nach der späteren Neugliederung  Rheinhessen-Pfalz. Mit der Gebiets- und Verwaltungsreform von 1968 wurde Lohnweiler eine selbstständige Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Lauterecken.   

0.7.Wahlergebnisse in Prozent, Bundestag Zweitstimmen

SPD Zentrum KPD NSDAP Bauern
Reichstag 1928 14,2 6,6 15,8 14,2 9,6*
Reichstag 1930 29,9 13,0 4,6 32,1 7,8**
Reichstag 1933 17,2 5,7 1,3 70,9 ---
* DBP
** Landvolk
CDU SPD FDP Grüne Linke Sonstige
Landtag 2001 19,0 59,7 4,7 2,0 --- 14,6
Landtag 2006 49,0 24,1 9,3 2,4 4,1 11,1
Landtag 2011 45,8 26,7 6,3 9,2 5,0 7,0
Bundestag 2002 32,1 48,5 9,9 3,3 --- 6,2
Bundestag 2005 28,7 4,0 10,8 4,5 9,0 6,0
Bundestag 2009 23,2 33,0 11,9 6,2 15,5 10,3
Bundestag 2013 35,1 29,8 6,4 6,4 8,5 13,7

0.8.Zeittafel

Steinzeit Fund zweier Steinbeile
Eisenzeit Mehrere Gräberfelder in der Gemarkung
Römerzeit Ausgrabung einer villa rustica
Frühes Mittelalter Lohnweiler im Nahegau
1147 Lohnweiler in der Grafschaft Veldenz
1326 Urkundliche Ersterwähnung von L.ohnweiler
1379 Mohr von Sötern erhält Güter in Lohnweiler
1380 Gerhard von Alsenz erhält Zinsen aus Lohnweiler
1417 Boos von Waldeck hat Teil an den Leuten und am Gericht von Lohnweiler
1444 Lohnweiler in der Pfalzgrafschaft Zweibrücken
1537 Einführung der Reformation durch die Pfalzgrafschaft Zweibrücken
1543 Marburger Vertrag, Lohnweiler kommt zur neuen Pfalzgrafschaft Veldenz-Lauterecken
1694 Tod des letzten Pfalzgrafen Leopold Ludwig. Die Pfalzgrafschaft Veldenz-Lauterecken-Zweibrücken ist verweist.
1697 Kurpfälzische Truppen nehmen Besitz vom Amt Lauterecken und auch von Lohnweiler
1733 Durch den Successionsvertrag kommt Lohnweiler endgültig an die Kurpfalz.
1788 Bericht über Lohnweiler von Johann Goswin Widder, in Lohnweiker wohnen 220 Menschen
1798 Eingliederung an Frankreich, Lohnweiler in der Mairie und im Canton Lauterecken, im Arrondissement Kaiserslautern und im Département Donnersberg.
1816 Lohnweiler gehört im bayerischen Rheinkreis zum Landcommissariat Kusel und zum Kanton Lauterecken
1945 Ende des Zweiten Weltkrieges. Lohnweiler gehört innerhalb des Bundeslandes Rheinland-Pfalz zum Landkreis Kusel und zur Bürgermeisterei Lauterecken
1968 Gebiets- und Verwaltungsreform des Landes Rheinland-Pfalz, Lohnweiler gehört ab 1972 als Ortsgemeinde zur Verbandsgemeinde Lauterecken

0.9.Religiöse Verhältnisse

Ursprünglich war Lohnweiler eine eigenständige Kirchengemeinde mit einer Kirche (Nikolauskirche), die vom Mittelalter her bis ins 19. Jahrhundert bestanden hatte. Mit Sicherheit wurde diese Kirche durch Graf Friedrich II. von Veldenz um 1380 erbaut, mit großer Wahrscheinlichkeit bestanden Vorgängerkirchen. Nachdem Lauterecken (wahrscheinlich 1349) zur Stadt erhoben worden war, konnte wohl das nahe gelegene Dorf Lohnweiler im religiösen Bereich die Eigenständigkeit nicht mehr bewahren und wurde zu einer Filialkirche von Lauterecken. Um 1530 wurde unter den Herzögen von Zweibrücken die Reformation eingeführt, und alle Bewohner mussten sich zur lutherischen Lehre bekennen. Ein späterer allgemeiner Übertritt zum Kalvinismus wie in den Orten des Herzogtums Zweibrücken erfolgte nicht, da Lohnweiler ab 1543 zu der neuen Pfalzgrafschaft Veldenz gehörte. Dennoch waren am Ende des Dreißigjährigen Krieges wieder Übertritte zur Lehre nach Calvin und auch zum Katholizismus erlaubt. Übertritte zur katholischen Lehre und Zuwanderungen von Katholiken erfolgten in größerem Umfang nach 1733, nachdem Lohnweiler kurpfälzisch geworden war. Die Kirche galt das ganze 18. Jahrhundert hindurch bis zu dem Abriss 1837 als Simultankirche. Sie wurde abgerissen, weil die Gläubigen ohne große Umstände den Gottesdienst im nahem Lauterecken besuchen konnten. Von den 398 Einwohnern des Jahres 1825 waren 315 evangelisch und 83 katholisch. 1961 waren von 491 gezählten Einwohnern 439 evangelisch und 52 katholisch. Juden erscheinen in den vorliegenden Statistiken nicht. 

0.10.Bewohner

Das Dorf blieb ländlich strukturiert. Auch heute noch wird die Gemarkung landwirtschaftlich genutzt, doch die Zahl der Landwirte ist klein geworden. Insofern ist Lohnweiler eine kleine Wohngemeinde mit guten Beschäftigungsmöglichkeiten in größeren Orten der Umgebung (Lauterecken, Wolfstein). Die große Mehrzahl der Bevölkerung ist evangelisch. Der relativ hohe Anteil an römisch katholischen Christen ist durch die frühere Zugehörigkeit zur Kurpfalz zu erklären.

0.11.Einwohnerzahlen

1788 1815 1860 1871 1905 1939 1961 2000 2010
220 398 462 446 481 445 439 460 457

0.12.Schulen, Kultur, Vereinswesen

Schule

Mit großer Wahrscheinlichkeit gab es bereits im 16. Jahrhundert Bemühungen, die Kinder des Ortes im Lesen und Schreiben zu unterrichten, da die Pfalzgrafen von Zweibrücken die Reformation eingeführt und ein besonderes Interesse daran hatten, dass die Landeskinder selbst in der Lage sein sollten, die Bibel zu lesen. In einem gewöhnlichen Wohnhaus wurde zunächst unterrichtet, doch nach dem Bericht von G. Widder gab es schon im ausgehenden 18. Jahrhundert ein Schulhaus. Als 1837 die Kirche abgerissen wurde, entstand an ihrer Stelle ein neues Schulhaus, das bis heute erhalten geblieben ist, und in dem bis zum Schuljahr 2002/03 noch Grundschulklassen unterrichtet werden. Heute besuchen Grund-Haupt- und Sonderschüler sowie Gymnasialschüler die entsprechenden Schulen in Lauterecken. [Quellen zur Schule Lohnweiler: LA Speyer H 38 1262/1263]

 

0.12.2.Feste und Brauchtum

Mächtige Dorflinde

Die Kirmes von Lohnweiler findet am ersten Wochenende im September statt. Altes Brauchtum, wie es in früherer Zeit in allen Dörfern der Glangegend üblich war, wird auch heute noch gepflegt.  


0.12.3.Vereine

Angelsportverein, Freizeit- und Kulturverein, Jagdgenossenschaft, Gesangverein, Obst- und Gartenbauverein, SPD-Ortsverein, Pfälzer Bauern- und Winzerschaft, Pfälzerwald-Verein.

0.13.Gesundheits- und Sozialwesen

Allgemeinärzte und Apotheken können in Lauterecken aufgesucht werden. Die nächstgelegenen Krankenhäuser sind die von Meisenheim, von Kusel und Kaiserslautern. Zuständige Sozialstation ist Lauterecken.

0.13.1.Wirtschaft und Verkehr

Neben der Landwirtschaft gab es früher die üblichen Handwerksberufe. Versuche, in der Gemarkung von Lohnweiler nach Kohlen zu graben, waren nicht erfolgreich. Es gab an der Lauter eine Mahl- und eine Ölmühle. Landwirtschaft betreiben heute nur noch wenige Betriebe. Alte Handwerksberufe gibt es nicht mehr. Dafür besteht eine Werbeagentur. Auch ein Gasthaus ist noch vorhanden. In aller Regel müssen die Erwerbstätigen ihre Arbeitsstätten außerhalb des Ortes aufsuchen. Der Ort liegt an der Bundesstraße 270, die Idar-Oberstein mit Kaiserslautern verbindet. Die Stadt Lauterecken liegt nur zwei Kilometer weit entfernt, nach Kusel und Kaiserslautern sind es jeweils 30 km. Ebenso weit ist es zu den nächsten Autobahnauffahrten. Noch besteht die Eisenbahnlinie Lauterecken-Kaiserslautern mit einer Haltestelle bei Lohnweiler.

0.14.Nachweise

Verfasser: Ernst Schworm

Redaktionelle Bearbeitung: Ernst Schworm

Literatur:

  • Bernhard, Helmut: Die römische Geschichte in Rheinland-Pfalz, in: Cüppers, Heinz (Hrsg): Die Römer in Rheinland-Pfalz, Stuttgart 1990, S. 39 - 168.
  • Dolch, Martin und Greule, Albrecht: Historisches Siedlungsnamenbuch der Pfalz, Speyer 1991.
  • Gümbel, Theodor: Geschichte des Fürstentums Pfalz-Veldenz, Kaiserslautern 1900.
  • Widder, Johann Goswin: Geographische Beschreibung der Kur-Pfalz, Band IV, Frankfurt und Leipzig 1788.