Alzey in Rheinhessen

Das Alzeyer Rathaus

Altes Rathaus in Alzey.[Bild: Harald Strube]

Das Rathaus von Alzey wurde im Jahr 1586 errichtet und gilt somit als das älteste Gebäude der Stadt. Es handelt sich um einen dreigeschossigen Rennaissancebau der kurpfälzischen Bauschule. Die Steine für den Bau des Rathauses lieferte das nahe gelegene Kloster Weidas, welches im Jahr 1556 im Zuge der Reformation aufgegeben wurde. Weil das Alzeyer Rathaus ein Zeugnis der ehemaligen Bedeutung Alzeys als Nebenresidenz und Sitz des bedeutendsten Oberamtes innerhalb der Kurpfalz ist, [Anm. 1] unterscheidet es sich als Typus deutlich von anderen rheinhessischen Bauten dieser Art.  Mit seinem Treppenturm ist es durchaus mit anderen großen deutschen Rathäusern wie etwa in Rothenburg ob der Tauber vergleichbar. Für Rheinhessen ist die Bauform mit Treppenturm zu dieser Zeit nur für Adelshöfe üblich [Anm. 2]

Der markante, polygonale Treppenturm beherbergt ein Glockenspiel mit einer Figur des Volker von Alzey.  Eine Inschrift am Turmportal verrät das Jahr der Grundsteinlegung und die beteiligten Personen:

Mit Gott- Errichttet wurde dieses Gebäude im Jahre des Heils 1586 und der Grundstein wurde am 12. März gelegt durch den Bürgermeister Jakob Koch und seine Gehilfen Wilhelm Heintz, David Gutrichund Nikolaus Balstarius.

Heute wird das Alzeyer Rathaus nicht mehr als solches genutzt. [Anm. 3]

Nachweise

Verfasser: Harald Strube, Armin Huber und Dominik Kasper

Verwendete Literatur:

  • Becker, Karl Friedrich u.a. (Hrsg.): 1750 Jahre Alzey. Festschrift. Alzey 1973.
  • Becker, Karl Friedrich: Kreisstadt Alzey im Herzen des Weinparadieses Rheinhessen. Die Stadt der Ezzonen, Salier, Welfen und Wittelsbacher. Die Heimat des Minnesängers Volker von Alzey. o.J. O.O.
  • Dölling, Renate: Alzeyer Bau und Kulturdenkmäler. In: Becker, Karl Friedrich u.a. (Hrsg.): 1750 Jahre Alzey. Festschrift. Alzey 1973. S. 223-237.

Erstellt: 2006

Aktualisiert am: 01.10.2014

Anmerkungen:

  1. Becker: Kreisstadt Alzey, S. 16.  Zurück
  2. Dölling: Alzeyer Bau- und Kulturdenkmäler, S. 228.  Zurück
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