Hachenburg im Westerwald

Herstellung von Unschlitt

Talg (Unschlitt) wird durch das Schmelzen von Rind- oder Hammelschlachtteilen gewonnen. Erstmals wird "Unschlitt" 1674/75 auf dem Hachenburger Markt gesammelt. Ob es, ähnlich wie Wachs, für die Kerzenherstellung gebraucht wurde, wird in den Quellen nicht gesagt. Der Unschlitthandel blieb in Hachenburg weitgehend unbedeutend.[Anm. 1] 1660/81 verkauften sechs Hachenburger Metzger Unschlitt für zusammen 102 Pfund.[Anm. 2] Im Jahr 1792 wird zum letzten Mal die bescheidene Unschlittproduktion der Hachenburger Metzger erwähnt.[Anm. 3] Als im 19. Jahrhundert Unschlitt u.a. für die städtische Feuerspritze gebraucht wurde, musste die Stadt es andernorts kaufen.[Anm. 4]

Redaktioneller Hinweis: Die hier vorgestellten Ausführungen sind inhaltliche Ergänzungen und Erweiterungen der entsprechenden Abschnitte des Buches „Geschichte der Stadt Hachenburg“. Die zugehörigen Basis-Informationen sind u.U. nur in der Druckausgabe zu finden. Die Inhalte dieser Seiten entsprechen also nicht denjenigen des Buches.


Anmerkungen:

  1. Söhngen S. 103 zu 1674/75 und S. 138 zu 1748. Zurück
  2. Söhngen S. 106. Zurück
  3. Söhngen S. 181. Zurück
  4. Stadtrechnung 1830 (HHStAW Abt. 224 Nr. 4668). Zurück