Bretzenheim in Rheinhessen

Zur Geschichte von Mainz-Bretzenheim

Bereits seit Jahrtausenden ist das Tal, in dem die Mainzer Stadtteile Bretzenheim und Zahlbach liegen, besiedelt. Grund dafür ist der Zaybach und der Wildgraben, die die Bewohner in den vergangenen Jahrhunderten mit ausreichend Wasser versorgten. Der Zaybach entsprang im Klauer. Heute ist er allerdings kaum mehr sichtbar, fließt der Wasserlauf doch seit 1886 in einem unterirdischen Kanal.

Eine Siedlung in Bretzenheim bestand schon in Römischer Zeit. In Urkunden aus dem 8. Jahrhundert wird häufig auf eine villa Brittanorum, d.h. eine Siedlung der Brittanier, verwiesen. Daneben kommt aber auch der deutsche Name Brizzenheim u.ä. auf. Kaiser Arnulf schenkt den Ort 893 dem Kloster St. Maximin zu Trier. Im Jahr 1200 wird Bretzenheim unter den Orten genannt, die sich an der Instandhaltung der Mainzer Stadtmauer beteiligten mussten. Der Ort war selbst mit Wall, Graben und Pforten umwehrt. Vom Kloster St. Maximin ging die Hoheit über das Dorf Anfang des 14. Jahrhunderts an das Kloster Maria-Dalheim über. Bretzenheim wurde häufig in die Kämpfe um die nahe Stadt Mainz hineingezogen. Am 29.10.1795 wurde Bretzenheim von den Österreichern erstürmt und weitgehend niedergebrannt. Bei der Inbesitznahme Rheinhessens durch die Franzosen endete 1797 die Herrschaft des Klosters Maria-Dalheim.

Red. bearb. (mk), AKZ