Zur Geschichte von Hechtsheim
Hechtsheim (Hehhidesheim) taucht erstmals im Jahr 808 in der schriftlichen Überlieferung des Klosters Fulda auf. Doch wie andere "-Heim"-Orte auch dürfte Hechstheim bereits früher entstanden sein. Die Gemarkung war wohl von Anfang an weitgehend im Besitz des Mainzer Erzstiftes bzw. später auch in dem einiger Stadtmainzer Klöster und Kirchen.
Die Orts- bzw. Gerichtsherrschaft In Hechtsheim lag seit 1215 bei den Herren von Bolanden, 1253 fiel Hechtsheim an die Bolanden-Falkenstein. 1418 gelangt der Falkensteinische Besitz im Erbgang an Hechtsheim und Weisenau in die Hände der Grafen von Isenburg. Im Jahre 1632 wird er an die Grafen von Schönburg verpfändet. Nach dem 30jährigen Krieg kaufte der Mainzer Domdekan Johann von Heppenheim gen. vom Saal den Ort im Auftrag des Mainzer Erzbischofs die Pfandschaft auf, 1706 übernahm Kurmainz den Ort dann vollständig. Dabei blieb es bis zum Ende des Kurstaates.
Zwischen 1791 und 1797 wird Hechtsheim wie die anderen Orte Rheinhessens auch, von französischen Revolutionstruppen besetzt. nach dem Abzug der Franzosen 1814 wurde die gesamte rheinhessische Provinz dem Großherzogtum Hessen zugeteilt. Nach dem 2. Weltkrieg und der erneuten Neuordnung der Region gelangt Hechtsheim, zusammen mit der Region Rheinhessen dann zu Rheinland-Pfalz.
Bild: Harald Strube; redakt. Bearb. AKZ

