Zur Geschichte von Herrnsheim
Die Gemarkung des späteren Dorfes scheint schon in römischer Zeit besiedelt worden zu sein. An der Mainzer Landstraße, unter der die alte Römerstraße verläuft, wurden 1939 in einer Sandgrube neun Gräber eines Brandgräberfeldes des 1./2. Jahrhudnerts n. Chr. freigelegt. In einem Kindergrab lagen Terrakottafiguren der Venus und eines Hahnes. (Cüppers)
Herrnsheim wird 771 in einem Güterverzeichnis des Klosters Lorsch erstmals als Harlesheim erwähnt. Später hieß es auch Herlisheim (1231), Herlesheim (1253), Herlissheim (1345), Hernssheim (1445).
Herrnsheim gehörte ursprünglich den Grafen von Leiningen, ging von diesen aber als Lehen an die Kämmerer von Worms gen. von Dalberg. Diese treten im Weistum des Jahres 1375 erstmals als Ortsherren auf. Von 1375 bis zur Französischen Revolution war Herrnsheim Sitz der reichsunmittelbaren Herrschaft der Kämmer von Worms gen. von Dalberg.
Quelle: Cüppers. Römer S.680; Brilmayer; Bild: ts; red. Bearb. S.G.

