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4.1. Die „reinsten Patriotismus athmenden [sic!] Strophen“ – Zitz´ agitatorische Poesie

Kathinka Zitz´ Gedichte während der Revolution von 1848/49 wurden in Zeitschriften wie Didaskalia[Anm. 1], Rheinische Blätter etc. veröffentlicht wie auch als Volks- oder Zeitgedichte auf Flugblättern abgedruckt und unter der Mainzer Bevölkerung verteilt bzw. auf Mauern angeschlagen.[Anm. 2] Durch den Ausbruch der Revolution und der damit einhergehenden Wegfall der Zensur trat der agitatorische Ton in Zitz´ Schriften in aller Deutlichkeit hervor.[Anm. 3] Schon die Titel Es gährt, Wahre Freiheit, Die Demokratie, Gleichheit der Stände,[Anm. 4] um nur einige zu nennen, signalisieren die Tendenz ihrer Gedichte. Dabei versuchte sie im Gegensatz zum lyrisch-poetischen Ton früherer Gedichte mit einer leicht verständlichen Sprache und griffigen Formulierungen die breiten Massen zu erreichen.[Anm. 5] Um revolutionäre Botschaften auch in den unteren, weniger gebildeten Bevölkerungsschichten publik zu machen, praktizierte Zitz auch die vielfach von politischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern betriebene Sangbarkeit ihrer Verse, wie etwa in dem Gedicht Reicht euch die Hand zum Bruderbunde[Anm. 6], das als Deutsche Hymne veröffentlicht und musikalisch mit der Melodie der Marseillaise unterlegt wurde.[Anm. 7]

Auf die Nachricht von der Februarrevolution 1848 in Frankreich reagierte die Mainzer Bevölkerung sehr schnell.[Anm. 8] Bereits am 28. Februar wurde die sogenannte Mainzer Adresse, die wie die darauffolgenden Märzforderungen[Anm. 9] – u.a. Versammlungs-, Rede- und Pressefreiheit sowie die Einberufung eines deutschen Parlaments einklagte, an die Landesregierung des Großherzogtums Hessen-Darmstadt verabschiedet.[Anm. 10] Schon Ende Februar 1848 schrieb Zitz in ihrem Gedicht Mißliebigkeit:

„Was ist denn wohl mißliebig, / Kannst du mir's sagen nicht?  / Mißliebig ist, wer denket, / Mißliebig ist, wer spricht / Und wer sich den Interessen / Des Vaterlandes weiht, / […] / Mißliebig ist, wer fordert / Abschaffung der Censur [sic!]. / Wer von Preßfreiheit [sic!] schwindelnd / verfolgt des Zeitgeistes Spur. / Wer Minderung der Steuern / Regentenpflicht benennt, / O, der ist erzmißliebig / Und bleibt es bis an's End.“[Anm. 11]

Mit Blick auf diese Verse wird der Eindruck erweckt, dass die Revolution ein Ventil für Zitz bot, um die Unzufriedenheit mit den bestehenden Herrschaftsstrukturen zu artikulieren. Dies legt weiterhin die Vermutung nahe, dass Zitz womöglich von Anfang an die Bemühungen unterstützte, politische Veränderungen zu bewirken. Sie ergriff durch die Presse Partei und versuchte, ihr Publikum aufzurütteln, um einen grundlegenden Wandel der gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse herbeizuführen.

In dieser Zeit drohte Franz Zitz, der inzwischen Abgeordneter in der Zweiten Kammer des Hessischen Landtags war und später die Region Rheinhessen als demokratischer Abgeordneter in der Frankfurter Nationalversammlung vertreten sollte, einen Demonstrationszug der Rheinhessen nach Darmstadt an, um der oben genannten Petition Nachdruck zu verleihen.[Anm. 12] Dies hatte die großherzogliche Regierung in Darmstadt dazu gebracht, die Forderungen der Mainzer Bevölkerung zu bewilligen.[Anm. 13] Kathinka Zitz verfolgte dabei die Ereignisse aufmerksam: „Der Drang nach Freiheit bewegte alle Herzen, Männer und Greise, Frauen, Mädchen und Kinder waren von hoher Begeisterung erfüllt“, schrieb sie später in ihren Fragmenten aus der Sturmperiode (1854), in denen Zitz die revolutionären Ereignisse des Jahres 1848 in Mainz schilderte.[Anm. 14] Darüber hinaus würdigte Zitz die erreichten Ziele, so beispielweise in ihrem als Flugschrift erschienenen Trauergedicht für den im April 1848 gestorbenen Führer der Mainzer Turnbewegung[Anm. 15] Franz Mämpel, das ihre Begeisterung und ihren Optimismus widerspiegelt:

„Ist sie auch noch umnebelt in ihrem Bahnenlauf, / Bald geht ganz rein und strahlend die Freiheitssonne auf / Und breitet über Deutschland den reichen vollen Segen, / Wer könnte jetzt noch Zweifel an unsrer Zukunft hegen?“[Anm. 16]

Unbestritten ist, dass Kathinka Zitz die Ereignisse ihrer Zeit sehr präzise und wahrheitsgetreu darstellte. Als es im Mai 1848 zu blutigen Zwischenfällen zwischen der Bürgerwehr und den preußischen Soldaten kam, spürte Zitz die sich verändernde Situation und schrieb ihr wohl wichtigstes und heute noch gern zitiertes Gedicht Märzveilchen, in dem sie u.a. ein Loblied auf die Freiheit sang und zur Aktion aufforderte:[Anm. 17]

„Im März dieses Jahres da ist über Nacht / Ein herrliches Veilchen zum Leben erwacht, / […] / Das Veilchen heißt Freiheit, die lang unterdrückt, / […] / Die oft von gewaltigen Füßen getreten, / Nicht wagte zu handeln, / nicht wagte zu reden. / […] Kaum sind seit dem Umsturz zwei Monden vorbei, / Schon kränkelt das Veilchen, wir haben erst Mai. / Wie ist's zu erhalten in künftigen Tagen? / […] Soll's Veilchen dir fröhlich und frisch wieder sprießen, / So mußt du es mit deinem Herzblut begießen.“[Anm. 18]

Der Gedichttitel Märzveilchen lässt harmlose Verse erwarten, doch deren politischer Charakter zeigt sich schnell. Darin verbargen sich die revolutionären Zustände und freiheitlichen Ideen. Daher sollte das Gedicht als ein Bekenntnis von Kathinka Zitz für Freiheit und Demokratie gewertet werden.

Zitz´ Aufmerksamkeit für politische Themen in Deutschland schloss außerdem die Unterstützung für die deutsche Einheit ein. Als sie im April 1848 von dem Versuch der dänischen Regierung, die beiden überwiegend deutschsprachigen Regionen Schleswig und Holstein vollständig einzuverleiben, die zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen Dänemark und dem Deutschen Bund führte,[Anm. 19] erfuhr, organisierte sie eine Spendensammlung in Mainz. Vom Erlös sendete sie Verbandsmaterial an die Front und fügte das Gedicht An die Schleswig-Holsteiner bei, in welchem sie den gemeinsamen nationalen Kampf hervorhob.[Anm. 20] So heißt es: „Frei will fortan der Deutsche sein / Ob er am Belt, ob er am Rhein / Er bricht mit kräft'ger Hand die Ketten!“[Anm. 21] Weiter lobte sie die im Norden kämpfenden deutschen Soldaten, die für die Freiheit und die Einheit Deutschlands kämpften: „Auch ihr wollt euer Deutschthum retten / Euch lösen aus dem Dänenbann / Und muthig [sic!] kämpfen Mann für Mann / Um euch ein freies Land zu schaffen / Gott segne eure Waffen.“[Anm. 22] Hier wird zweierlei deutlich: Erstens beschränkte sich Kathinka Zitz nicht auf Mainz, sondern informierte ebenso über politische Aktivitäten und Vorgänge aus Städten und Regionen anderer deutscher Einzelstaaten. Zweitens zeigt sich, dass Zitz eine Verfechterin der deutschen Einheit war, was wiederum erklärt, dass sie die schleswig-holsteinische Sache als Verrat an der nationalen Einheitsbewegung verstand. Daher griff sie mit einem eigenen Gedicht in das politische Geschehen ein, um das öffentliche Meinungsbild mitzubestimmen.

In Zitz´ Mainzer Nachlass findet man ein Nachtrag zu dem Gedicht, in welchem sie an den Beitrag der Frauen erinnerte und dabei den weiblichen Charakter ihrer Bemühungen unterstrich:

„Das ist alles, was unser Geschlecht für euch zu thun [sic!] vermag, denn wir gehören nicht zu den Mannweibern, die mitziehen und drein schlagen wollen, wir erkennen den Beruf des Weibes nur im weiblichen Wirken, wir wollen heilen und verbinden, beschwichtigen und sühnen, und in dieser Weise wird uns das gesamte Deutschland stets bereit finden, ihm nach besten Kräften zu dienen und zu nützen.“[Anm. 23]

Während der Revolution schilderte Zitz also nicht nur die revolutionären Zustände, sondern hob dabei auch die Rolle der Frau hervor. In diesem Sinne mag sie einen langfristigen Einfluss auf ihre Mitbürgerinnen gehabt haben. Schließlich dankte ihr das Schleswig-Holsteinische Oberkriegs-Kommissariat in einem öffentlichen Schreiben für „die sinnigen, den reinsten Patriotismus athmenden [sic!] Strophen“ und versicherte ihr, dass ihr „Zuruf an die Schleswig-Holsteiner durch die Presse die weiteste Verbreitung im Lande findet.“[Anm. 24] So bat auch der Mainzer Stadtbibliothekar aufgrund der Popularität ihres Gedichtes um ein Exemplar desselben für die Bibliothek.[Anm. 25]

Nach diesen ersten Gedichten im Frühjahr 1848, die eine Fortsetzung und Weiterentwicklung ihrer schriftstellerischen Tätigkeit vor 1848 darstellten, war ihre lyrische Stimme für den Rest des Jahres relativ still. Politisch präsentierte sie sich jedenfalls entschiedener als eine Vertreterin der demokratischen Linken. Als sie im November 1848 die Nachricht erfuhr, dass der Revolutionär Robert Blum in Wien hingerichtet worden war, meldete sich Zitz wieder zu Wort und nahm in einem Brief an Eugenia Blum Anteil am Schicksal der Witwe:[Anm. 26]

„Der Schmerz […], der so vernichtend auf Sie niederschmetterte, hat alle Herzen[,] die für Recht, Freiheit und Vaterland glühen, mitgetroffen. Sie leiden und trauern nicht allein. Ihr gerechter Schmerz wird von Millionen getheilt [sic!] und mitempfunden, Ihre Wunden sind die Wunden Aller geworden, die es gut mit Deutschland[s] Wohl und den Rechten des so lange schmählich mißhandelten Volkes meinen. […] Sie und Ihre Kinder gehören fortan der gesamten Nation an, die es sich zur Ehrenpflicht machen muß, für Sie Sorgen zu tragen.“[Anm. 27]

In der Zwischenzeit initiierte die nunmehr gewährte Vereinsfreiheit in Mainz ein sich zunehmend radikalisierendes Vereinswesen. Die bedeutendste Organisation war der im Mai 1848 gegründete „Demokratische Verein“, unter dessen maßgeblichem Einfluss sich Mainz zur vorherrschenden politischen Vereinsstandort in der Region entwickelte. Im Juli 1848 begann der „Demokratische Verein“ auch Frauen zu seinen Versammlungen zuzulassen und reservierte ihnen die vorderen Reihen. Die Beteiligung der Frauen muss stetig gewesen sein, denn der Verein beschränkte die Plätze Ende September 1848 auf 100.[Anm. 28]

Es gibt allerdings keine Hinweise darauf, dass Kathinka Zitz – trotz ihres offensichtlichen Interesses an politischen und sozialen Fragen – an den Treffen des Vereins teilnahm. Dagegen spricht auch, dass sie über die revolutionären Ereignisse nicht als unmittelbar Beteiligte, sondern vorwiegend als Beobachterin der Vorgänge referierte. Vor dem Hintergrund, dass Franz Zitz zu den Begründern des „Demokratischen Vereins“ gehörte und vor dem Hintergrund des Ehedramas, besuchte Kathinka Zitz die Versammlungen des „Demokratischen Vereins“ wahrscheinlich nicht. Dies muss jedoch nicht pauschal für alle politischen Veranstaltungen gelten.

Die Reichsverfassungskampagne im Frühjahr 1849 und dessen Niederschlagung regten Kathinka Zitz zu neuer literarischer Produktion an. Am 28. März 1849 hatte die Nationalversammlung die deutsche Reichsverfassung verabschiedet und dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. (1795–1861)[Anm. 29] die Kaiserkrone des vereinten und freien Deutschlands angeboten. Die Ablehnung der Kaiserkrone und damit auch der Reichsverfassung durch Friedrich Wilhelm IV. am 3. April 1849 entfachte folglich eine breite politische Bewegung zur Anerkennung und Durchsetzung der Reichsverfassung. In Mainz wurde ein 1000 Mann starkes Militärkontingent aufgestellt, das sich mit anderen Rebellengruppen in der Pfalz zusammenschloss; in Kirchheimbolanden schlug jedoch das preußische Heer die Aufständischen. In Erinnerung an die 17 jungen Männer Rheinhessens, die am 14. Juni 1849 bei Kirchheimbolanden gefallen waren, verfasste Zitz das an die Mainzer Frauen gerichtete Gedicht Die Bluttaufe im Garten zu Kirchheim-Bolanden. Mit dem Erlös aus seinem Verkauf wollte man den darin erwähnten Leichenstein erwerben:[Anm. 30]

„Die in Kirchheims Garten den Heldentodt [sic!] gestorben, / Die haben heil'ge Rechte auf Euern Dank erworben, / Es wird ihr Angedenken, euch ewig theuer [sic!] sein, / Setzt ihnen, Mainzer Frauen, d'rum einen Leichenstein. / […]  Das Denkmal[,] das ihr setztet, sagt dann dem ganzen Land / Wie Mainzer Frau'n die Größe stets ehrend anerkannt.“[Anm. 31]

Zitz´ Gedichte begleiteten also die ganze Revolutionszeit – von ihren anfänglichen Höhepunkten bis zu ihrer Niederlage am Ende. Kathinka Zitz identifizierte sich spätestens mit dem Ausbruch der Reichsverfassungskampagne „completely“, so Zucker, „with the radical democratic forces“[Anm. 32]. Doch bevor ihr eigentlicher Aufbruch in die aktive Politik begann, blieb das Schreiben ihre wichtigste Waffe. Zitz´ Gedichte während der Revolution von 1848/49 waren insgesamt ein wichtiger Beitrag für die demokratische Propaganda.[Anm. 33] Beeindruckend ist das breite Spektrum der Themen, die sie in ihren Gedichten behandelte. Zitz erlebte die revolutionären Vorgänge in Mainz mit und verarbeitete diese Erfahrung in ihren Werken, indem sie die politische Situation, sei es im Großherzogtum Hessen-Darmstadt oder im restlichen Deutschen Bund, beleuchtete sowie Missstände anprangerte, revolutionäre Werte wie Freiheit und Demokratie propagierte und nicht zuletzt die Frage der deutschen Einheit thematisierte und gleichzeitig zur politischen Agitation aufforderte. Mit literarisch-politischen Bemühungen trat Zitz in Erscheinung und bekundete dadurch ihre Handlungsbereitschaft. Damit durchbrach sie die vorgegebenen Handlungsspielräume der Frau als Ehefrau, Mutter und Hausfrau und hob sich somit von anderen Zeitgenossinnen ab. Letztendlich war das Interesse von Zitz für die revolutionären Geschehnisse eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung aktiver politischer Handlungsspielräume, die nachfolgend vorgestellt werden.

Nachweise

Autorin: Derya Özdemir

Erstellt am: 05.03.2021

Anmerkungen:

  1. Didaskalia war die literarische Beilage des Frankfurter Journals, die hauptsächlich von einem weiblichen Publikum gelesen wurde. Während der Revolution wurde darin vor allen Dingen die Entwicklung der revolutionären Bewegung wiedergegeben und dabei die Rolle der Frau besonders hervorgehoben. Siehe Zehendner, Frauen im Vormärz, S. 695.  Zurück
  2. Ebd.; Mecocci, Erinnerungen, S. 76; Zucker, Female Civic Activism, S. 103. Zurück
  3. Zucker, Female Civic Activism, S. 94. Zurück
  4. Das Gedicht Die Demokratie befindet sich als Flugschrift im Bestand der Stadtbibliothek (im Folgenden StBi) Mainz, Mog m 1825; Gleichheit der Stände ebenfalls als Flugschrift im Bestand der StBi Mainz, Mog m 1827; Es gährt und Wahre Freiheit aus Kathinka Zitz, Zeitgedichte. Mainz [1848], S. 2–4 im Bestand der StBi Mainz, Mog m 990. Zurück
  5. Bock, Leben und Werk, S. 73. Zurück
  6. Kathinka Zitz, Deutsche Hymne „Reicht euch die Hand zum Bruderbunde“. O.O.u.J. (als Flugschrift im Bestand der StBi Mainz, Mog m 999). Zurück
  7. Bock, Leben und Werk, S. 73. Zurück
  8. Freund, Schriftstellerinnen, S. 302. Zurück
  9. Die Märzforderungen, die zu Beginn der deutschen Revolution von 1848/49 gestellt wurden, lauteten: Versammlungs-, Rede- und Pressefreiheit, allgemeine Volksbewaffnung, unabhängige Justiz, politische Gleichberechtigung aller Staatsbürger, Verfassungseid des Heeres und nicht zuletzt Einberufung einer Nationalversammlung. Siehe Arnulf Scriba, Die Revolution von 1848/49. In: LeMO, 15.09.2014. URL: https://www.dhm.de/lemo/kapitel/vormaerz-und-revolution/revolution-1848.html (Aufruf am 10.07.2020). Zurück
  10. Freund, Schriftstellerinnen, S. 302. Zurück
  11. Kathinka Zitz, Mißliebigkeit. In: Dies., Zeitgedichte. Mainz [1848], S. 1f. (als Flugschrift im Bestand der StBi Mainz, Mog m 990). Zurück
  12. Freund, Schriftstellerinnen, S. 302; Mecocci, Frauenschicksal, S. 96; Scheidgen, Katholizismus, S. 376; Erbar, Leben, S. 32; Liedtke, Zeitschriftstellerin, S. 225.  Zurück
  13. Freund, Schriftstellerinnen, S. 302; Mecocci, Frauenschicksal, S. 96.  Zurück
  14. Kathinka Zitz, Fragmente aus der Sturmperiode. In: Dies., Letzte Rheinsandkörner. Ein Novellen-Cyclus. Mainz 1854, S. 469. Zurück
  15. Mainz war damals ein sehr aktives Zentrum der deutschen Turnbewegung, die in den 1840er Jahren zur Unterstützung der demokratischen Bewegung und der Nationaleinheit entstanden war und während der Revolution ein wichtiges Zentrum der politischen Opposition wurde. Siehe Mecocci, Erinnerungen, S. 77. Zur deutschen Turnbewegung in der Revolution 1848/49 siehe u.a.: Hannes Neumann, Die deutsche Turnbewegung in der Revolution 1848/49 und in der amerikanischen Emigration. Schorndorf bei Stuttgart 1968; Stefan Illig, Zwischen Körpertüchtigung und nationaler Bewegung. Turnvereine in Bayern 1848–1890. Köln 1998 (= Kölner Beiträge zur Nationsforschung, Bd. 5). Zurück
  16. Kathinka Zitz, Dem am 20. April 1848 heimgegangenem Turnwart Franz Mämpel. Mainz 1848 (als Flugschrift im Bestand der StBi Mainz, Mog m 992). Zurück
  17. Mecocci, Erinnerungen, S. 67; Mecocci, Frauenschicksal, S. 97; Hübel, Erfolgreich, S. 59–63. Zurück
  18. StA Mainz, NL Kathinka Zitz, Mappe „Gedichtmanuskripte“, Gedicht „Märzveilchen“. Auch abgedruckt in: Mecocci, Erinnerungen, S. 90f. Zurück
  19. Den Krieg, in dem die Schleswig-Holsteiner von Bundestruppen und von Preußen unterstützt wurden, beendete der Waffenstillstand von Malmö am 26.08.1848. Zur Schleswig-Holsteinischen Erhebung 1848 siehe u.a.: Gerd Stolz, Die schleswig-holsteinische Erhebung. Die nationale Auseinandersetzung in und um Schleswig-Holstein von 1848/51. Husum 1996; Martin Rackwitz, Märzrevolution in Kiel 1848. Erhebung gegen Dänemark und Aufbruch zur Demokratie. Heide 2011. Zurück
  20. Mecocci, Frauenschicksal, S. 98. Zurück
  21. Das Gedicht An die Schleswig-Holsteiner vom 30. April 1848 nahm Kathinka Zitz später in ihre Sammlung Dur- und Molltöne (Mainz 1859, S. 37–39) auf; das handschriftliche Original befindet sich in: StA Mainz, NL Kathinka Zitz, Mappe „Gedichtmanuskripte“, Gedicht „An die Schleswig-Holsteiner“.  Zurück
  22. Ebd. Zurück
  23. Ebd. Zurück
  24. Mainzer Tagblatt und Fremdanzeiger, Nr. 169, 21. Juni 1848, S. 2f. [Brief A. M. Brackel an Kathinka Zitz]. Zurück
  25. Mecocci, Frauenschicksal, S. 99. Zurück
  26. Scheidgen, Katholizismus, S. 378; Mecocci, Erinnerungen, S. 94; Freund, Schriftstellerinnen, S. 303. Zurück
  27. Kathinka Zitz an Frau Robert Blum, [06.12.1848]. In: Kathinka Zitz, Wahre Freiheit. Gedichte und Prosa. Hrsg. v. Dietmar Noering. Frankfurt am Main 1987, S. 96–99, hier S. 98. Zurück
  28. Freund, Schriftstellerinnen, S. 302f. Zurück
  29. Kurt Borries, Art. "Friedrich Wilhelm IV.". In: NDB 5 (1961). URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118535994.html#ndbcontent (Aufruf am 27.11.2020). Zurück
  30. Zucker, Female Civic Activism, S. 104; Mecocci, Frauenschicksal, S. 100.  Zurück
  31. Das Gedicht Die Bluttaufe im Garten zu Kirchheim-Bolanden. An die Mainzer Frauen [Mainz 1849] befindet sich als Flugschrift im Bestand der StBi Mainz, Mog m 999. Zurück
  32. Zucker, Female Civic Activism, S. 104. Zurück
  33. Scheidgen, Katholizismus, S. 377; Mecocci, Erinnerungen, S. 76. Zurück