Bingen in Rheinhessen

Die Dromersheimer Ortsbefestigung

Luftbildaufnahme von Dromersheim [Bild: Alfons Rath]

Das ganze Dorf war von einem Wall und einem breiten Graben umgeben, der dicht mit Gestrüpp überwachsen war. Der Graben verlief von der Oberen Grabengasse hinter über die damals noch nicht vorhandene Aspisheimer Straße bis zur Unteren Grabenstraße. Drei übermauerte, von Pförtnern bewohnte Tore führten aus der Ortschaft hinaus und acht Gemeindefreiwege ermöglichten es den Graben Richtung Gemarkung zu überqueren. Der letzte Teil des Verteidigungsgraben verschwand bei der Feldbereinigung 1938. Es handelte sich um den Grabenabschnitt zwischen der alten Pfarrhausmauer und den Häusern der Schulgasse, die auf dem Wall errichtet wurden. 

Nicht zu verwechseln ist die Ortsbefestigung mit den Landgräben, durch welche der Mainzer Erzbischof seinen linksrheinischen Besitz um Mainz und die Ämter Olm und Algesheim zu schützen gedachte.

Nachweise

Redaktionelle Bearbeitung: Daniela Bachl, Simeon Thomas Pfeiffer

Verwendete Literatur:

  • Landesamt Denkmalpflege (Hrsg.): Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Band 18.1: Kreis Mainz-Bingen. Bearb. v. Dieter Krienke. Worms 2007.
  • Müller, Ernst Michael; Müller, Johann: Chronik von Dromersheim 756-1956. 1200 Jahre. Ein geschichtliches Heimatbuch anlässlich seiner 1200jährigen Jubelfeier vom 9.-11. Juni 1956. Bingen 1956.

Aktualisiert am: 04.06.2014