Frei-Laubersheim in Rheinhessen

Das Frei-Laubersheimer Dorfmuseum

Das Dorfmuseum in Frei-Laubersheim.[Bild: W. Zeiler]
Blick durchs Fenster[Bild: W.Zeiler]

Das Dorfmuseum befindet sich in einem im Jahr 1905 errichteten Anbau an das daneben liegende Hauptgebäude aus dem Jahre 1734. Die Bewohner des Haupthauses betrieben zu Beginn des 20. Jahrhundert´s eine Metzgerei und nutzen den Anbau als Verkaufsstelle. Dieser kleine Laden konnte früher von drei Seiten betreten werden. Von der Straße aus als Zugang für die Kundschaft, von der rückwärtigen Seite aus über eine schmale Steintreppe, um Waren aus dem Schlachthaus, dass sich in einem hinteren Hofgebäude befand, hinein zu tragen und der dritte Zugang bestand direkt vom Haupthaus aus. Für diesen dritten Zugang war ein Wanddurchbruch durch die Bruchsteinmauer erforderlich gewesen. Dieser Durchbruch befand sich etwas unterhalb des Giebels des Anbaus. Über eine Treppe gelangte man so vom Haupthaus in den Verkaufsraum. Die beiden letztgenannten Zugänge existieren heute nicht mehr.

1957 kaufte die Frei-Laubersheimer Milchabsatzgenossenschaft, die eine von 30 Milchabsatzgenossenschaften war, die zur Molkerei-Genossenschaft Bad Kreuznach gehörten,  den ehemaligen Metzgerladen. Man installierte ein Milchkühlaggregat, erwarb 1960 zusätzlich eine große Milchwaage und nutzte den Raum als Milchannahmestelle. Von dort aus wurde die gesammelte Milch zur Molkerei nach Kreuznach in den Brückes transportiert. 

Mit dem Ende der örtlichen Milchannahme übernahm die bäuerliche Brotgenossenschaft den Raum und verkaufte dort mehrmals in der Woche v.a. Brot und sonstige Backwaren.

1993 wurden im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen die verwitterten Sandsteine im Tür und Fensterbereich des Anbaus ersetzt. Außerdem wurde das mit Wellplatten eingedeckte Dach mit Tonziegeln gedeckt. Ende November 1995 stellte die Brotgenossenschaft den Verkauf ein. Danach wurde der Raum als Lager benutzt bis er 2004 zum Dorfmuseum umgestaltet wurde.

Der Anbau steht als Teil des Gesamtanwesens Kirchenpforte 4 unter Denkmalschutz.

Nachweise

Verfasser: Dipl.-Hdl. Wolfgang Zeiler

Verwendete Literatur:

Aktualisiert am: 30.06.2014