Lykershausen am Mittelrhein

Zur Geschichte von Lykershausen

...der Ort war also noch nicht sehr alt, als er im Jahr 1110 als Lyggershusen erstmals urkundlich erwähnt wird. Damals schenkte Propst Richwin von St. Martin in Worms seinem Stiftskapitel unter anderem auch den Zehnten in Lykershausen. Im Jahr 1357 hatte der Trierer Erzbischof Balduin sein Territorium auf die rechte Rheinseite zwischen Osterspai und Wellmich ausgedehnt. Auch der Ort Leuchterschen zählte zu den neuen Besitzungen. Die Grundherrschaft des Trierer Erzstiftes bestand bis zum Jahr 1803. Am 8. Juni 1474 verpfändete Johann von Liebenstein ein Sechstel des großen Hofes in Lykershausen für 80 rheinische Gulden an den Sohn des Conz in Kamp, der dieses Unterpfand an den Kamper Kirchherrn, einen Jacob Kling aus Koblenz, weitergab. Das Kloster Marienburg in Boppard hatten seit 1450 mehrere adelige Höfe in Lykershausen erworben. Auch die Herren von Schöneck besaßen einen Hof im Ort. Dieser hatte ab 1480 eine Erbrente von sechs Maltern Korn für eine Messe in der Kapelle zu Geisig an den Pfarrer in Dornholzhausen zu liefern. Gleichzeitig war der Zehnte von dem Schöneckschen Hof an einen Herrn von Breitbach verpfändet. 1537 bis 1572 besaß ihn Margarethe von Nassau, und ab 1574 deren Tochter Margarethe vom Stein.

Quelle: Homepage der Verbandsgemeinde; redakt. Bearb. S.G.