Kulturdenkmäler in Bingen
Alte Katholische Kirche (Dietersheim)
Das Mauerwerk der Kirche im Ehrenfriedhof ist romanisch, die Maßwerkfenster und das Portal sind aus dem 15. Jahrhundert. Die Pfarrkirche besitzt ein einschiffiges Langhaus und einen gerade geschlossenen Turm. Nördlich am Chor befindet sich ein niedriger Turm, dessen gewölbtes Erdgeschoß als Sakristei diente.
Altes Rathaus (Dromersheim)
1818 besaß es Anton Hartmann jun. und man weiß, dass die Gemeinde 1796 ein anderes Gebäude als dieses als Rathaus nutzte. Dieses Haus stand vielleicht „auf dem Hausgarten von Heinrich Dickenscheid und besaß einen Turm mit Glocke.
Es wurde 1822 auf Abbruch versteigert und da die Steine Eigentum der Gemeinde blieben, dienten sie 1829 zur Reparatur des Gemeindebrunnens in der Steigergasse. 1828 baute man ein Schulhaus.
Burg Klopp
Der Mainzer Erzbischof hatte schon 793 Grundbesitz in Bingen. Die Burg wurde vermutlich Mitte des 13. Jahrhunderts zur Verstärkung der Mainzer Zollbarriere errichtet. Im August 1301 kam es während des sog. „Zollkrieges“ zur Belagerung Bingens, die in den Quellen sehr anschaulich beschrieben ist.
Ehemaliger Burgbezirk „Burg Wineck“ (Büdesheim)
Im Jahr 1290 wurde die Burg Wineck erstmals schriftlich erwähnt. Bei der Burg handelte es sich um eine Gründung der Herren von Bolanden, bzw. Hohenfels und sie war wahrscheinlich der Sitz der 1225 erwähnten Herren von Büdesheim. Das Anwesen lag nordwestlich der Kirche und hatte eine Wall-Graben Befestigung.
Ehemaliges Kloster Rupertsberg (Bingerbrück)
Zurückzuführen ist diese Stätte auf den hl. Rupertus von Bingen (712-732). 1150 zog die berühmte Visionärin Hildegard von Bingen mit 20 Nonnenauf den Rupertsberg.
Am 17.10.1803 wurde im Zuge der Säkularisation das Rest-Anwesen des ehemaligen Rupertsklosters versteigert und gelangte so in den Besitz der Familie Herter.
Jüdischer Friedhof
Katholische Kirche St. Georg (Sponsheim)
Bereits im 15. Jahrhundert war St. Georg Pfarrkirche. Im Zuge der Glaubensspaltung stritten sich Katholiken und Reformierte um den Besitz der Kirche, bis diese in der Kirchenteilung von 1705 den Katholiken zugesprochen wurde. Sie war aber so verfallen, dass sie nicht mehr genutzt werden konnte. Erst 1726 wurde sie wiederhergestellt und es konnte wieder katholischer Gottesdienst abgehalten werden.
Pfarrhaus/Zehnthof (Dromersheim)
Pfarr- und Zehnthaus entstanden in den Jahren 1712-1714 und wurden vom Stephansstift in Mainz gebaut. Der Keller des Zehnthofes befindet sich unter der Scheuer des Pfarrhauses. 1869 wurde das Pfarrhaus renoviert, wobei das Mauerwerk vollständig erneuert wurde. Zudem baute man eine neue Umfassungsmauer für den Hof. Neben Landwirtschaft betrieb der Pfarrer auch Weinanbau und so war das Pfarrhaus zeitweise auch Weinschenke.
Rochuskapelle
Über die europäischen Schifffahrtsverbindungen wurde im Jahr 1666 die Beulenpest von Holland oder über die Messestadt Frankfurt eingeschleppt. Unter dem Eindruck dieser großen Not gelobte der Binger Amtmann Baron Frey von Dheren für den Magistrat der Stadt, eine Kapelle zu Ehren des Heiligen Rochus zu bauen.
Scharlachberg (Büdesheim)
Der Scharlachberg ist als Weinbergslage seit ältesten Zeiten bekannt. Bereits in einer Urkunde des Jahres 1248 wird der „Scarlachen“ erwähnt. Damals tauschte das Kapitel des Stiftes St. Martin zu Bingen einen Scharlachberger Wingert gegen einen anderen vom Kloster Eberbach ein.
St. Aureus und St. Justina (Büdesheim)
Schon früh muss St. Alban in Mainz in den Besitz der Büdesheimer Kirche gekommen sein. Die Zehntrechte erwarb St. Alban 1181 im Tausch gegen die Flonheimer Kirche vom Augustinerchorherrenstift Flonheim, doch muss auch St. Stephan gewisse Zehntrechte in Büdesheim besessen haben, zumindest auf einem seiner dortigen Höfe.
St. Gordianus und Epimachus (Dietersheim)
Die neugotische gewölbte Basilika wurde 1910-12 von Adam Rüppel aus Bonn erbaut. Ein malerisch durchgebildeter Außenbau aus bossierten Sandsteinquadern mit offenem Strebewerk und quadratischem, durch Giebel und Ecktürmchen bereicherten Fassadenflankenturm kennzeichnen den Bau.
Synagoge
Villa Rustica
Vom 14. April 1999 bis 2004 wurde im Binger Wald die „villa rustica“, eine römische Gutsanlage aus den ersten Jahrhunderten n. Chr., im Rahmen eines Beschäftigungsprojektes des Internationalen Bundes (IB), unter der Leitung des Archäologischen Denkmalamtes (Dr. Rupprecht) systematisch ausgegraben und erforscht.






























