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Glossar: Buchstabe Q

Quaderbauweise

Mittelalterliche Bauweise mittels Steinbearbeitung

Bis ins 12. Jahrhundert hinein bestanden die Mauern der Burgen hauptsächlich aus Bruchsteinen. Erst in der Stauferzeit (1138-1250/1254) setzte sich eine sorgfältige Steinbearbeitung durch. Jetzt wurden viele Burgmauern aus regelmäßigen, rechteckigen Quadern (Haustein)errichtet. Die bereits im Steinbruch grob behauenen Steine wurden auf der Baustelle von Steinmetzen in ihre endgültige, passgerechte Form gebracht. Die nahezu gleich großen, oft mit Hilfe von Schablonen hergestellten, Steine erleichterten das horizontale und lotrechte Bauen. Die Steine für Fenster- und Türrahmen, Erker- und Schartengewände wurden wie bei den Bruchsteinmauern meist aus bearbeitetem Sandstein hergestellt.

Mit dem Aussterben der Staufer verschwanden auch die für ihre Epoche typischen sog. Buckelquader, und die Bauherren verwendeten wieder einfache Quader und Bruchsteine als Baumaterial. Dabei griff man häufig auf schon einmal verbautes Steinmaterial aus verfallenen Burgen zurück.

Quentchen (Quäntchen)

Nach dem alten Gewichtssystem wurde die Gewichtsmark (Mark I) in 16 Lot zu je 4 Quentchen unterteilt. Ein Quentchen stellte also den 64. Teil der alten Gewichtsmark dar und wurde seinerseits wieder in 4 Richtpfennige unterteilt. Das Quentchen der Kölner Mark stellte umgerechnet ein Gewicht von 3,654 g dar. Diesem Gewicht entsprach das Privileg des Quentchens, das die Habsburger Kaiser zwischen 1524 und dem 18. Jh. für sich in Anspruch nahmen.

Querdach

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Dach.

Querhaus

Das Querhaus ist ein zwischen Langhaus und Chor bzw. Apsis eingefügter Querriegel zur Aufnahme der Kleriker und der wachsenden Zahl der Altäre. Das Gewölbequadrat, in dem sich die beiden Schiffe kreuzen, ist die Vierung. Die sich in der Querhausachse anschließenden Teile sind die Querarme. Weist der Querbau nicht die gleiche Gewölbehöhe auf, spricht man von Querhäusern.