Glossar historischer Fachbegriffe
Hier entsteht eine Sammlung von Fachbegriffen aus Geschichte, Kunstgeschichte, Archäologie und verwandten Wissenschaften. Als Quellen wurden eigene Recherchen, einschlägige Lexika (Lexikon des Mittelalters; Haberkern/Wallach; Fuchs/Raab) sowie Internetseiten anderer Bearbeiter genutzt.
Vorschläge für Ergänzungen und Verbesserungen nehmen wir gerne entgegen.
Glossar: Buchstabe O
- Obergaden
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Definition:Kirchenfenster
auch als Lichtgaden bezeichnet; Obergaden ist eine von Fenstern durchbrochene, über die Seitenschiffe aufsteigende Hochwand des Mittelschiffs einer Basilika, das durch die Fenster belichtet wird. Entweder liegt der Obergaden oberhalb der Arkaden zu den Seitenschiffen oder über den Seitenschiffemporen und dem Triforium.
- Offenhaus
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Definition:Zugangsrecht zu einer Burg
Unter Öffnung einer Burg versteht man die Verpflichtung des Besitzers einer Lehens- oder Pfandburg, dem Eigentümer der Burg ein Zugangsrecht zu gewähren ...mehr
- Öffnungsrecht
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Definition:Rechtsbegriff aus der Burgenkunde
Öffnungsrecht bezeichnet die Pflicht des Inhabers eines befestigten Hauses, dieses im Kriegs- oder Fehdefall einem anderen zu "öffnen", was bedeutet, dass er ihm ein Betretungs- oder militärisches Mitbenutzungsrecht einzuräumen hatte. Objekte des Öffnungsrechts waren Burgen, Schlösser, befestigte Rittergüter und Städte, die mit Mauer, Graben und Zugbrücke ausgestattet waren.
- Ohm
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Definition:Flüssigkeitsmaß
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Hohl- und Flüssigkeitsmaß
- Onager
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Definition:Mittelalterlicher Schussapparat
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Belagerungsmaschinen.
- oppidum
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Definition:
lat. mit der Bedeutung "umfriedigter Boden" zu übersetzen. in einem engeren Sinn bezeichnet oppidum den festen Sitz oder den festen Platz, insbesondere die Stadt (oft in Abgrenzung zur Burg).
- Orangerie
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Definition:
(frz.) Nach seiner ursprünglichen Verwendung als Gewächshaus zur Zucht von Orangen benanntes Gebäude, das um die Mitte des 17. Jahrhunderts in Deutschland aufkam. Als repräsentative Bauwerke bildeten die Orangerien einen wichtigen Bestandteil der barocken Schloß- und Parkanlagen.
- Orden
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Definition:(Glaubens-)Gemeinschaft
Ein Orden (lat. ,Ordnung', ,Stand') ist eine Gemeinschaft von Personen, die sich einer christlich begründeten Lebensform unterworfen haben und diese gemeinschaftlich leben. Streng genommen sind Orden nur diejenigen mit feierlichen Gelübden, im allgemeinen Sprachgebrauch werden jedoch auch Kongregationen als Orden bezeichnet. Die Gelübde umfassen Gehorsam, Keuschheit und Armut.
- Ornamente
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Definition:
(lat. ornare - schmücken), Verzierungsmotiv, schmückende Einzelform. Die Gesamtheit aller Schmuckformen an einem zusammenhängenden Kunstobjekt, eines Raumes, einer Fassade heißt Dekoration, die Summe alle Ornamente innerhalb eines bestimmten Kunstkreises Ornamentik, z.B. Renaissance-Ornamentik. Das Ornament dient zum Schmuck = schmückendes Ornament (z.B. Rocaille, Maskaron) oder zur Gliederung = gliederndes Ornament (z.B. Lisene, Maßwerk). Die Übergänge fließen, denn ein schmückender Fries kann zugleich die Fläche gliedern.
Hauptformen des Ornaments sind:
1. geometrisches Ornament, mit Zirkel und Lineal konstruiert, z.B. Zackenfries, Mäander;
2. vegetabilisches oder pflanzliches Ornament, z.B. Knospenkapitell, Akanthusblatt;
3. Tier-Ornament, z.B. Bukranionfries;
4. Ornament aus menschlichen Formen, z.B. Figurenkapitell. - Ortsgericht
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Recht im Mittelalter.
- Ostensorium
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Monstranz.
- Ottonen
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Definition:Herrschergeschlecht, auch Liudolfinger bzw. Ludolfinger genannt
Erster und namengebender Vertreter des Herrschaftsgeschlechtes war Graf Liudolf (gest. 866).
- Ottonische Baukunst
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Definition:
Die Kunst zur Zeit der ottonischen Könige, die zwischen 919 (Heinrich I.) und 1024 (Heinrich II. den deutschen Königsthron einnahmen. Es ist die Stilepoche zwischen karolingischer Kunst ("karolingischer Renaissance") und der Romanik. Der berühmteste Vertreter des ottonischen Herrschergeschlechtes war Kaiser Otto I. In der Ottonik wurden spätantike, byzantinische und karolingische Traditionen verarbeitet, die Grundzüge der nachfolgenden Romanik bildeten sich heraus. Ein gutes Beispiel für die ottonische Baukunst ist die Stiftskirche St. Cyriacus in Gernrode.