Glossar historischer Fachbegriffe
Hier entsteht eine Sammlung von Fachbegriffen aus Geschichte, Kunstgeschichte, Archäologie und verwandten Wissenschaften. Als Quellen wurden eigene Recherchen, einschlägige Lexika (Lexikon des Mittelalters; Haberkern/Wallach; Fuchs/Raab) sowie Internetseiten anderer Bearbeiter genutzt.
Vorschläge für Ergänzungen und Verbesserungen nehmen wir gerne entgegen.
Glossar: Buchstabe S
- Sachsenfrist, -jahr
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Definition:Rechtsbegriff
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort "Jahr und Tag"
- Sachsenspiegel
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Definition:Private Aufzeichnung des sächsischen Rechts und gleichzeitig erstes deutsches Prosawerk.
Das ältestes und einflußreichste Rechtsbuch des deutschen Mittelalterst wurde zwischen 1220 und 1235 von dem sächsischen Ritter Eike von Repgau in lateinischer Sprache abgefaßt, und dann ins Niederdeutsche übertragen. Der Sachsenspiegel, bestehend aus einem Land- und einem Lehnrechtsteil, fasst das Gewohnheitsrecht des sächsischen Stammes zusammen, berücksichtigte aber in der Hauptsache nur seine ostfälische Heimat. Der Sachsenspiegel erlangte landesweites Ansehen und bildete die Vorlage der beiden oberdeutschen Rechtsbücher, des Deutschenspiegel, des Schwabenspiegel und des Meißener Rechtsbuches). Der Geltungsbereich des Sachsenspiegels erstreckte sich bis nach Polen, Russland und Ungarn und blieb in bestimmten Teilen Deutschlands (Thüringen, Anhalt) bis 1900 in Kraft. Der Sachsenspiegel ist in rund 200 Handschriften überliefert.
(Text: Nicolai) - Säkularisation
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Definition:Verweltlichung vor allem geistlicher Territorien (auch Säkularisierung)
Enteignung von Gütern und Herrschaftsrechten der Kirche durch die weltliche Obrigkeit. Man unterscheidet "Herrschaftssäkularisation" (den geistlichen Fürsten werden ihre weltlichen Herrschaftsrechte genommen, ihre Territorien also aufgelöst,) von "Vermögenssäkularisation" (den geistlichen Fürsten, Stiftern, Klöstern etc. werden ihre Güter und Einkünfte genommen). Beiderlei Säkularisationen kamen im großen Ausmaß vor allem in Folge der Reformation vor. Luther hatte die Ausübung von weltlicher Herrschaft durch Geistliche grundsätzlich abgelehnt. Protestantisch gewordene Landesherren eigneten sich auf dieser Grundlage die Kirchenhoheit in ihren Territorien, übernahmen die Verwaltung des Kirchenvermögens und verleibten oft auch die Herrschaftsgebiete benachbarter Bistümer ihrem Territorium ein. Aber auch katholische Landesherren säkularisierten Kirchengut, so im großen Stil Kaiser Joseph II., der als österreichischer Landesherr zahlreiche Klöster auflöste und den Ertrag in die Staatskasse leitete. Der größte Säkularisationsschub erfolgte durch die Französische Revolution in Frankreich und in deren Folge dann auch im Reich. Im Reichsdeputationshauptschluss von 1803 teilten - unter Napoleons Regie - die großen Reichsfürsten die Territorien der geistlichen Fürsten und die Güter der Kirche untereinander auf.
Von "Säkularisation" ist der weitere Begriff der "Säkularisierung" zu unterscheiden, der allgemein Prozesse der Verweltlichung, etwa des Denkens, der Mentalitäten etc. bezeichnet.
(Text: Uni Münster) - Säkularisation, Säkulierung
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Definition:"Verweltlichung"
Säkularisation bedeutet Verweltlichung und bezeichnet zunächst die Aufhebung der geistlichen Territorien (Herrschaftssäkularisation), dann auch die Einziehung und Enteignung geistlichen Besitzes (Vermögenssäkularisation) durch die weltliche Staatsgewalt. Der Begriff taucht während der Reformation und in napoleonischer Zeit in den besetzten Gebieten des linken Rheinufers auf. Daneben wird auch der Begriff „Säkularisierung“ verwendet, der ein wenig weiter gefasst ist. Es bietet sich also an, im allgemeinen Zusammenhang den Begriff der Säkularisierung und speziell für die Zeit der Französischen Revolution den der Säkularisation zu verwenden.
Quelle: nrw2000.de - Salbung
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Definition:Weihe eines Königs (durch den Papst)
Kirchlich-religiöser Vorgang der Auszeichnung und Weihe eines Königs in symbolischer Form, ähnlich wie die Erteilung von Sakramenten, wohl auch Verpflichtung des Königs auf die Gebote des Christentums; Ausdruck der Auserwähltheit des mittelalterlichen Herrschers durch Gott, Symbol für das enge Bündnis von "Thron" und "Altar".
- Salier
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Definition:Mittelrheinisches Adelsgeschlecht, das von 1024 bis 1125 die römisch-deutschen Könige stellte.
Der Name des Geschlechts geht wahrscheinlich auf das althochdeutsche Wort sal = Herrschaft zurück.
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter Herrscherhäuser.
- Salm
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Definition:Fischart
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Lachs (Salm)
- Sappe
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Definition:Begriff aus dem Festungsbau
Mine, unterirdischer Gang, von Angreifern und Verteidigern, den Sapeurs, gegraben, um Wehrbauten bzw. Belagerungsmaschinen zum Einsturz zu bringen oder um in den Rücken des Feindes zu gelangen.
- Sarwörter
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Definition:Berufsbezeichnung
Die Sarwörter waren Harnisch-, Taschen- und Waffenmacher und gehörten der Schmiedezunft an...mehr
- Satteldach
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Definition:Form des Daches
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Dach.
- Sau
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Definition:Gerätschaft für die Belagerung
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Belagerungsmaschinen
- Säulenbasilika
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Definition:Kirchentyp
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort "Basilika".
- Scarpe
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Definition:
= Escrape. Eine Scrape ist bei den Burgen eine geböschte oder senkrechte Wand aus Fels, Naturstein- oder Ziegelmauerwerk an der Innenseite des Grabens.
- Schalentürme
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort "Mauertürme".
- Schaller
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Definition:Form des Ritterhelms
Zu Beginn des 15. Jahrhunderts entstand in Zusammenhang mit der Entwicklung des Plattenharnisches die Deutsche Schaller...mehr
- Scharwachttürme
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Definition:
Das Wort Scharwachtturm ist nicht mittelalterlich, sondern stammt aus dem 16. Jahrhundert. Viele Burgenkundler ziehen deshalb den Begriff Schießerker vor. Scharwachttürmchen (auch Pfefferbüchsen genannt) sind an den oberen Ecken eines Turmes auf Konsolen vorkragende kleine Türmchen oder Wachthäuschen. Häufig hatten sie keine militärische Funktion (Aussichtsplatz) mehr und wurden nur als Zierde angebracht.
Beispiele für solche Häuschen finden sich etwa auf Burg Schadeck am Neckar, Burg Kintzheim im Elsaß und auf der Marienburg in Würzburg. - Schatzung
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Definition:
Früher zusammenfassender Ausdruck für direkte Steuern, besonders für die Bede und den städtischen Schoß.
- Scheffel
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Definition:Alte Maßeinheit
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Münzen, Maße und Gewichte.
- Schembartvisier
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Turnierrüstung
- Schiff (Kirche)
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Definition:
Bei Kirchen der Raum zwischen zwei Längswänden, zwei Stützenreihen oder einer Stützenreihe und einer Wand. Der Ausdruck war schon in der Antike gebräuchlich, denn die griechischen Worte "naus" = Schiff und "naos" = Tempel klingen nahezu gleich.
- Schild (Rüstung)
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Definition:Teil der Ritterrüstung
Bis in das 10. Jahrhundert waren die Schilde rund bzw. oval, im 11. Jahrhundert war ihre Gestalt überwiegend mandelförmig...mehr
- Schildkröte
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Belagerungsmaschinen.
- Schildmauer
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Definition:Besonders befestigter Mauerabschnitt auf der angriffsseite der Burg
Vor allem bei Burgen in Spornlage reichte eine normale Ringmauer auf der Angriffsseite nicht aus, um die Burg wirkungsvoll gegen Beschuß zu schützen. Wenn das Burgvorgelände steil anstieg konnte man leicht über die Mauer in das Burginnere schießen. Deshalb errichtete der Burgherr an solchen Stellen eine besonderes massive und mächtige Schildmauer, die noch wirkungsvoller als die Mantelmauer die bedrohte Seite der Burg als zusätzliches Schutzschild deckte.
Schildmauern gab es hauptsächlich im Moselgebiet, in der Pfalz und am Rhein, vereinzelt auch in Württemberg. Besonders schöne Schildmauern kann man heute noch auf den Burgen Reichenberg bei St. Goarshausen, Freienfels bei Weilburg, der Kasselburg in der Eifel, auf Burg Ehrenfels, Greifenstein im Westerwald, Hohenstein bei Langenschwalbach, Runkel an der Lahn, Burg Rheinstein, sehen.
Der Bau von Schildmauern setzte um 1200 ein, besonders in Südwestdeutschland, im Elsaß und in der Pfalz, erreichte in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts seinen Höhepunkt und ging im 14. Jahrhundert wieder zurück. Mit dem Aufkommen der Pulverwaffen wurden in der zweiten Hälfte des15. Jahrhunderts und im 16. Jahrhundert erneut mächtige Schildmauern gebaut.
- Schindeldach
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Dach.
- Schlag
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Definition:Begriff aus der Landwirtschaft
Bei der Dreifelderwirtschaft (siehe Felderwirtschaft) war Schlag (Zelge) einer der drei Teile, in welche die gesamte Dorfflur zerfiel, und deren jeder jeweils mit derselben Frucht bestellt wurde. Die Schläge zerfielen in Gewanne; sie waren durch Zäune gegen die Weide geschützt.
- Schlangen
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Definition:Schusswaffe
Schlange war seit dem 15. Jahrhundert die bezeichnung für ein Geschütz, das im Verhältnis zum Kaliber ein besonders langes Rohr hatte...mehr
- Schleichpforte
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Poterne.
- Schleierwerk
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort "Maßwerk".
- Schloss (Festung und Schloss)
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Festung und Schloss.
- Schlupftür (-pforte)
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort "Katzenloch".
- Schlussstein
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Definition:Scheitelpunkt eines Bogens oder Gewölbes
Im Scheitelpunkt eines Bogens oder Gewölbes sitzt der Schlussstein. Er wurde besonders im gotischen Rippengewölbe reich mit Blattwerk, Figuren und Wappen verziert.
- Schneidern (auf Burgen)
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Frauen, Liebe, Minne.
- Schneller
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Belagerungsmaschinen
- Schönheitsideal (Frauen)
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Frauen, Liebe, Minne.
- Schoppen
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Definition:Altes Maß
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Münzen, Maße und Gewichte.
- Schöße
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Turnierrüstung.
- Schritte
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Definition:Altes Längenmaß
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Münzen, Maße und Gewichte.
- Schuh
-
Definition:Altes Längenmaß
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Münzen, Maße und Gewichte.
- Schuh
-
Definition:Altes Längenmaß
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Münzen, Maße und Gewichte.
- Schultheiß
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Definition:
Althochdeutsch "Leistung Befehlender", Schulze (spätmittelhochdeutsch), lateinisch: scultetus ...mehr
- Schütte
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Definition:Erdwall
Erdwall an der Innenseite der Ringmauer (Rempart) zum Auffahren der Geschütze und als Mauerverstärkung gegen direkten Beschuss.
- Schwabenspiegel
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Definition:Rechtsbuch
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Recht im Mittelalter. und Burgbaurecht.
- Schwebescheiben
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Definition:Teil der Rüstung
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Turnierrüstung.
- Schwedenschanze
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Definition:Befestigung
Feldbefestigungen der Schweden im Dreißigjährigen Krieg. Teilweise werden auch Befestigungsspuren im Gelände, die keinen gesicherten Ursprung haben, als Schwedenschanzen bezeichnet.
- Schwert
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Definition:Handwaffe
Die Form der mittelalterlichen deutschen Schwerter war dem germanischen Langschwert nachempfunden...mehr
- Schwertfeger
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Definition:Handwerksberuf
Das Handwerk der Schwertfeger ist seit dem 12. Jahrhundert zu finden und die Aufgabe derselben war es, das Schwert oder die Klinge des Schwertes zu polieren und blankzuschleifen...mehr
- Schwertkampf (Turnier)
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Turnier.
- Schwertleite
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Definition:Im Deutschen Reich übliche Form der Rittererhebung
Ursprünglich wurden die Edelknechte durch die sog. Schwertleite zum Ritter ernannt. Die Zeremonie der Schwertleite ist zwar erst seit Mitte des 12. Jahrhunderts bekannt, wird aber mit Sicherheit schon früher praktiziert worden sein.
- Schwertleite
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Definition:Form der Rittererhebung
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Ritter.
- Schwertmagen.
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort "Agnaten"
- Scriptorium
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Definition:Schreibstube
Mittelalterliche Schreibstube (lat. scriptorium) bzw. Schreibwerkstatt. Die meisten Handschriften entstanden in klösterlichen Scriptorien. Im Frühen Mittelalter unterhielten Klöster und Kathedralen Skriptorien, im Hohen und Späten Mittelalter sind neben den Zisterziensern und den reformierten Orden vor allem die Universitäten Träger der Buchproduktion. Außerhalb dieser Institutionen betreiben dann auch Laien Schreibwerkstätten. Die Herstellung eines Buches umfaßt eine Vielzahl von Arbeitsgängen. Im Skriptorium selbst werden die Beschreibstoffe eingerichtet und anschließend arbeitsteilig beschriftet: Neben den Schreibern, die den Text ausführen, sind Fachleute für Rubriken, Initialen und Illustrationen zuständig, ein Korrektor kann die Abschrift kontrollieren. Das Personal eines Skriptoriums pflegt und tradiert oft über längere Zeit spezielle Usancen und Schreibstile. So kann mit Skriptorium auch in einem übertragenen Sinn eine Schreibschule bezeichnet werden. Die Kenntnis dieser Gepflogenheiten erleichtert die Lokalisierung und Datierung von undatierten Handschriften.
- Seccomalerei
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Definition:
Wandmalerei, die auf trockenem Putz ausgeführt wird.
- Sedisvakanz
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Definition:Erledigung eines Bistums
Eine regelrechte, z.B. durch den Tod des Inhabers, erfolgte Erledigung eines Bistums (auch des päpstlichen Stuhls) nennt man Sedisvakanz, auch die Dauer der Erledigung. Bei Eintritt der Sedisvakanz erlöschen bestimmte Ämter und Befugnisse, die Rgeierung des Bistums geht an das Domkaptel (an den päpstlichen Stuhl) bsi der Amtsnachfolger rechtmäßig eingesetzt ist.
- Seitenschiff
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Definition:Kirchenraum
Die Räume einer Kirche, die, durch eine Stützenreihe getrennt, seitlich des Mittelschiffes verlaufen.
- Senkgrube
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Wasserversorgung
- Servitien
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Definition:
Der "Ordo Servorum Mariae" (OSM), der "Orden der Diener der Maria" hatte seine Anfänge 1233 ...mehr
- Servitium
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Definition:Dienst
Servitium (Dienst) war ursprünglich jede Leistung, die man seinem Herrn schuldete, vor allem die Fronden und Naturallieferungen der Hörigen und Unfreien, je nach Art der Leistung oder der nach dem Herrn benannt, z.B. Grunddienst, Küchendienst. Servitium bildete daher den Gegensatz zur Vollfreiheit. Als sich immer mehr Freie durch Autotradition und Kommendation in Abhängigkeit begaben, wurden auch ihre Leistungen Servitium genannt. Im engeren Sinne hieß vor allem der Lehensdienst Servitium, während man den Dienst der Beamten, besonders auch der Hofbeamten "officium" und die Fronden "opera" nannte, ohne dass aber Servitium im weiteren Sinne für alle Leistungen ungebräuchlich geworden wäre.
- Sester
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Definition:Altes Maß
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Münzen, Maße und Gewichte.
- Sesterz
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Definition:Alte Münze
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Münzen, Maße und Gewichte.
- Setzschilde
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Definition:
Setzschilde sind besonders große Exemplare der Pavesen.
- Sext
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Definition:Klösterliches Stundengebet
Die Klosterinsassen sangen zu den verschiedenen Zeiten des Tages Stundengebete, die den Tag gliederten.
- Sexualität (auf Burgen)
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Frauen, Liebe, Minne.
- Sicherheit geben
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Definition:Begriff aus dem Turnierwesen
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Turnier.
- Sickerschacht
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Wasserversorgung.
- Signaltürme
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Definition:
Römisch = speculae, Grenztürme, meist Holz-, seltener Steinbauten mit oberem Umgang und flachem Zeltdach in einer Palisade.
- Simmer
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Definition:Altes Maß
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Münzen, Maße und Gewichte.
- Simultaneum
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Definition:
Die Reformation führte dazu, dass in Rheinhessen die mainzisch dominierten Orte katholisch blieben, die pfalzgräflichen Orte dagegen den "neuen Glauben" annahmen. In solchen Orten, in denen dank Doppelherrschaft beide Konfessionen vertreten aber nur eine Kirche vorhanden war, wurde das sog. Simultaneum eingeführt: Alles kirchliche Eigentum gehört den Konfessionen gemeinsam, wird gemeinsam verwaltet und gemeinsam genutzt. Was gut gemeint und der Zeit weit voraus war, führte in der Realität oft zu Jahrhunderte langen und stellenweise kuriosen Streitigkeiten. Häufig gingen Zwist und Hader um das Recht, jeweils bestimmte Teile des (durch Schranken getrennten) Kirchraums zu nutzen. Meist "gehörten" Chor und Apsis den Katholiken, das Kirchenschiff den Reformierten, Protestanten. In Rheinhessen gab es zahlreiche gemeinsam genutzte Kirchen. Die Simultaneen wurden im 20. Jahrhundert bis auf wenige Ausnahmen.
- Sippenfehde
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Fehde.
- Skapulier
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Definition:Teil des Ordensgewandes
Skapulier nennt man den Überwurf über das eigentliche Ordensgewand. Es besteht aus zwei bis fast bis zum Boden reichenden Tüchern auf Rücken und Brust.
- Söller
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Definition:balkonartigen Anbau
Von lat. altus, "hoch". Bezeichnung für einen balkonartigen Anbau. Zum Unterschied vom Balkon wird der Altan von einem darunter liegenden Gebäudeteil oder von Säulen, Konsolen bzw. Pfeilern getragen. Er ist mit oder ohne Dach zu finden. (Synonym für Altan).
- Speer
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Definition:
Mehr zu diesem Begriff finden sie unter dem Stichwort Handwaffen
- Spieß
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Definition:Handwaffe
Ein Spieß ist eine Stichwaffe, die zu Jagd- und Kriegszwecken verwendet wurde und im Unterschied zum Speer (siehe dort) nicht geworfen wird...mehr
- Spingarde
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Belagerungsmaschinen.
- Spitzbogen
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Definition:
Ein Bogen, der aus zwei Kreisen gebildet ist, die sich in einer Spitze treffen; er ist das am besten erkennbare Merkmal des gotischen Baustiles.
- Spolienrecht
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Definition:Nachlassrecht
Der Anspruch auf den Nachlass eines Geistlichen, insbesondere eines Bischofs wurde im Mittelalter von den Königen, Patronen und Machthabern ausgeübt, im 14. Jahrhundert auch vom Papst. In späterer Zeit zahlten die Geistlichen nur noch den Exuvientaler.
- Sporenwacht
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Definition:Die Nacht vor der Schwertleite des angehenden Ritters
Die Nacht vor der Schwertleite verbrachte der angehende Ritter in der Kirche bei seinen Waffen und seiner Rüstung.
- Stab
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Münzen, Maße und Gewichte.
- Stabwerk
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Definition:
Die aus einzelnen Teilen (Stäben) gefertigten Maßwerkformen, die an Portalen, Fenstern, Brüstungen und auch im Bereich des Altarbaus seit gotischer Zeit benutzt werden.
- Stadion
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Definition:Alte Maßeinheit
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Münzen, Maße und Gewichte.
- Stadium
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Definition:Alte Maßeinheit
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Münzen, Maße und Gewichte.
- Stadtadel
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Definition:
Die Patrizier, die im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts als Adel anerkannt wurden und fortan zum niederen Adel zählten.
- Städtebund, Rheinischer
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Definition:
Angesichts der unsicheren Zeiten zu Ende der Stauferherrschaft und während des Interregnums schlossen verschiedene Städte, Bischöfe, Grafen und Herren ein Schutzbündnis, das "eine neue Form des Landfriedens" anstrebte ...mehr
- Stadtfriede
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Definition:
(Burgfriede, ewiger Marktfriede, Freiheit, Weichfriede, pax civitatis, pax urbana) der aus dem Marktfrieden hervorgegangene Friede einer Stadt, der i. d. R. innerhalb der Stadtmark galt; diese wurde daher ebenfalls Stadtfriede genannt, doch bezeichneten diese Ausdrücke u. U. in derselben Stadt verschiedene Gebiete, wenn sich Stadtmark und Sprengel des Stadtgerichts nicht deckten. Ein Stadtfriede war auch der im Mittelalter manchmal von Päpsten einer Stadt gewährte St. Petersfriede, der einem Gottesfrieden gleichkam.
- Stadtgericht
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Definition:
(Burgding, Burggericht) Gericht für den Bezirk einer Stadt als Immunität, erst in nachfränk. Zeit entstanden, für alle in der Stadt Angesessenen, als Marktgericht auch für Fremde zuständig. In älterer Zeit gab es meist zwei Stadtgerichte unter zwei Stadtrichtern, dem Vogt und dem Schultheißen., die später i. d. R. in eines zusammengezogen wurden. Da aber seit dem 13. Jh. der Stadtrat an Stelle des Stadtherrn als Gerichtsherr getreten war, so waren nunmehr die einzigen S. meist nur für Zivil- und niedere Strafsachen zuständig (weshalb sie häufig Niedergerichte hießen), während die hohe Gerichtsbarkeit dem Vogt, später auch manchmal dem Stadtrat vorbehalten blieb, der daher auch Obergericht hieß.
- Stadtherr
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Definition:
Im deutschen Mittelalter derjenige, dem vom König die obrigkeitliche Gewalt über die Siedlung verliehen war. Der Stadtherr hatte vor allem das Marktrecht, er war Marktherr, daher hatte er stets Zoll und Münze. Außerdem besaß er den Burgbann und überhaupt den Bann im Orte. Die hohe Gerichtsbarkeit besaß er nicht immer, stets dagegen die niedere. Seit dem 11. Jahrhundert gelang es den Städten allmählich, ein Recht des Stadtherrn nach dem anderen teils durch Vertrag, teils durch Gewalt an sich zu ziehen.
- Städtische Turniere
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Turnier.
- Stadtrat
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Definition:
In den deutsche Städten seit Ende des 12. Jahrhunderts Organ der Bürgerschaft zur Selbstverwaltung ...mehr
- Standarmbrust
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Definition:Schusswaffe
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Belagerungsmaschinen.
- Stangenwaffen
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Definition:
Stangenwaffen sind Blankwaffen, bei denen am Ende einer Stange eine Klinge befestigt ist. Verwendet wurden Stangenwafffen vor allem im Spätmittelalter und zu Beginn der Neuzeit. Folgende Waffen zählen zu den Stangenwaffen: Speer, Lanze, Berdish, Pike, Hellebarde, Partisane, Kuge, Luzerner Hammer, Kriegsflegel, Naginata, Glefe, Yari und Contus.
Siehe auch Handwaffen - Stangenwaffen
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Definition:Handwaffen
Stangenwaffen sind Blankwaffen, bei denen am Ende einer Stange eine Klinge befestigt ist. Verwendet wurden Stangenwafffen vor allem im Spätmittelalter und zu Beginn der Neuzeit. Folgende Waffen zählen zu den Stangenwaffen: Speer, Lanze, Berdish, Pike, Hellebarde, Partisane, Kuge, Luzerner Hammer, Kriegsflegel, Naginata, Glefe, Yari und ContusBegriffe S...mehr
- Staufer
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Definition:Schwäbisches Adelsgeschlecht, das mehrere Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und Könige von Sizilien stellte.
Der Name des Geschlechts leitet sich von seinem Stammsitz ab, der Burg Stauf auf dem Hohenstaufen
- Staurothek
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Reliquar.
- Stecharm
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Turnierrüstung.
- Stechen
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Definition:Turnierbegriff
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Turnier.
- Stechhelm
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Definition:Teil der Turnierrüstung
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Turnierrrüstung.
- Stechlanze
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Turnierrrüstung.
- Steigbügel
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Definition:
Im 9. und 10. Jahrhundert wurden im Abendland Steigbügel, Sattel, Zaumzeug und mit Nägeln befestigte Hufeisen eingeführt...mehr (Ritterrüstung)
- Steigzeug
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Belagerungsmaschinen.
- Steinbau
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Definition:
Als um etwa 450 n. Chr. die Franken und Alemannen in die ehemals römischen Gebiete einwanderten, konnten sie mit den aus Stein erbauten römischen Militärlagern, Stadtmauern, Häusern und Gutshöfen nicht viel anfangen ...mehr (Steinburgen)
- Steinbombe
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Definition:
Die Steinbombe dses 14. und 15. Jahrhunderts war ein typisches Geschoss der großen Steinbüchse...mehr
- Steinbüchsen
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Definition:Frühe Feuerwaffe
Diese älteste der mittelalterlichen Belagerungsgeschütze wurde in verschiedenen Größen mit unterschiedlicher Lafettierung erbaut...mehr.
- Steinmetze
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Definition:Handwerksberuf
Die Steinmetze waren auf den mittelalterlichen Burgbaustellen die wichtigsten Handwerker. Innerhalb ihres Handwerks gab es eine Rangordnung. Während die Grobsteinmetzen im Steinbruch nur einfache Grundformen anzufertigen hatten, mussten die Feinsteinmetzen in der Lage sein, passgenaue Steine für Wände, Kuppeln und Gewölbe herzustellen.
Das wichtigste Arbeitsgerät der Steinmetze war die Spitz-Fleche, ein beilartiges Gerät, mit der sich die Steine in die gewünschte Form bringen ließen. Daneben gab es Hammer und Meißel (Schlageisen) sowie gegen Ende des 15. Jahrhunderts das Scharrier-Eisen, eine weiterentwickelte Form des Schlageisens. Weitere Hilfsmittel waren Winkel, Meßlatte, Reißnagel und Stechzirkel. Zuweilen benutzten Steinmetzen auch Schablonen, die es ermöglichten, gleich große und gleich profilierte Steine mehrfach herzustellen. Steinmetzen waren nicht fest angestellt, sondern wurden in Tage- oder Stücklohn beschäftigt. Die Steinmetzzeichen (siehe dort), die man heute noch an vielen Mauerquadern erkennen kann, sollen als Beleg ihrer geleisteten Arbeit gedient haben.
- Steinmetzzeichen
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Definition:
Steinmetzzeichen sind seit dem frühen 12. Jahrhundert nachweisbar. Steinmetzzeichen finden sich auf den behauenen Werkstücken, die im Mittelalter im Burgen- und Kirchenbau verwendet wurden. Sie wurden den Steinmetzen nach abgeschlossener Lehre verliehen und dienten in erster Linie als Beweis für die gelieferte Arbeit bzw. für die Lohnabrechnung. Vielleicht dienten sie auch als Beleg für die Fuhrleute, welche die Steine sie vom Steinbruch zur Baustelle gekarrt hatten. Die Steinmetzzeichen wurden nicht mehr verwendet, als sich im 18. Jahrhundert die Bauhütten und das Zunftwesen endgültig auflösten.
- Steinschlossgewehr
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Definition:Frühe Feuerwaffe
Die Steinschlossgewehre wurden infolge der Radschlossbüchse eingeführt...mehr.
- Stift
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Definition:
Stift bezeichnet im Mittelalter eine geistliche Korporation und ihre Kirche, wobei im weiteren Sinne auch monastische verfasste Kommunitäten (Regularkanoniker) so benannt werden. Außerdem wird das Bistum bzw. dessen weltliches Territorium und dessen Verwaltung Stift bzw. Hochstift genannt. Im engeren kirchenrechtlichen Sinn bezeichnet Stift sowohl ein Kollegium von Weltgeistlichen aller Weihegrade (Kanoniker) an einer Kirche (Kollegiatskirche) als auch eine Frauenkommunität (Kanonissen), die nicht nach einer Mönchsregel, sondern ohne Gelübde nach eigenen Ordnungen und aus dem Stiftungsvermögen ihrer Kirche leben. Vorrangige Aufgabe ist das gemeinsame Chorgebet sowie, bei den Männern, der feierliche Gottesdienst. Entstehen bzw. gegründet werden konnte ein Stift an jeder Kirche, die genügend Vermögen zum Unterhalt von mehreren Klerikern oder Kanonissen besaß (siehe auch (Pfründe).
Vgl. Kloster
- Stiftsfehde (Mainz)
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Definition:Streit um den Mainzer Erzstuhl
Kampf der Geistlichen Diether von Isenburg und Adolf von Nassau um Anerkennung als Mainzer Erzbischof ...mehr
- Stiftspfründe
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort "Pfründe".
- Stilepochen
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Definition:
Die Grenzziehung zwischen den einzelnen Stilepochen ist, wie dies auch bei der Epocheneinteilung der Geschichte der Fall ist, eine wenig befriedigende Hilfslösung ...mehr.
- Stilum veteris (Alter Stil)
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Definition:Form der Zeitrechnung
Nach altem Stil. Damit wird meist (immer) die alte Zeitrechnung angesprochen, die seit der Gregorianischen Kalenderreform 1582 mit verschobenen Tages und Monats-Daten (10 bis 11 Tage Unterschied) im protestantischen Deutschland gebräuchlich war. Gegensatz: Neuer Stil, der 1700 auch von den deutschen Protestanten eingeführt wurde.
- Stipes
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Altar.
- Stoßzeug
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Definition:Belagerungsgerät
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Belagerungsmaschinen.
- Strebbogen
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Definition:
Ein steinerner Bogen, der sich oberhalb der Seitenschiffdächer von einem hochgemauerten Pfeiler aus durch die Luft schräg zur Mittelschiffwand emporschwingt. Die Strebebögen sollen die Schubkräfte des Gewölbes, die die Mittelschiffwand nach außen zu drücken drohen, und die auf dem Dach der Kirche lastenden Windkräfte sicher zum Boden ableiten.
- Strebepfeiler
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Definition:
Ein der Wand vorgelegter Pfeiler, der sie an der Stelle, wo Gewölbekräfte angreifen, verstärken soll. Die Strebepfeiler gotischer Kirchen werden oft über die Seitenschiffwand hinaus geführt, um die Strebebögen aufzunehmen. Strebepfeiler und Strebebögen zusammen werden Strebesystem genannt.
- Streichwehr
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Definition:
Verteidigungsanlage zur Bestreichung des Grabens, vorspringende Türme oder Erker.
- Streitaxt
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Definition:Handwaffe
Die Streitaxt ist eine als Waffe verwendbare Axt, die vor allem in Nord- und Osteuropa um 2200 v. Chr. häufig verwendet wurde. Im Osten Europas wurde die Streitaxt als Waffe sogar noch bis in die Neuzeit eingesetzt...mehr
- Strohdach
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Dach.
- Stunde
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Definition:
Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Münzen, Maße und Gewichte.
- Stundengebet
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Definition:Klösterliche Gebete zu verschiedenen Stunden des Tages
Die Gemeinschaften von Klerikern und Mönchen hatten bis ins frühe Mittelalter hinein einen Kanon an regelmäßigen Gebeten im Laufe des Tages und des Kirchenjahres entwickelt. Seit der Karolingerzeit ist für die Weltgeistlichen die römische Ordnung und für die Mönche eine Ordnung nach den Vorgaben der Benediktregel entwickelt. Diese liturgischen Regeln kennen eine Hauptform für die regulären Gottesdienste und Andachten und eine Vielzahl von Nebenform für spezifische Heilige. Im Laufe des späten Mittelalters waren fast nur noch diese Nebenformen in Gebrauch. Das Programm beginnt am Morgen mit der Matutin bzw. den Laudes und endet am Abend mit der Vesper. Die Matutin wird durch die Prim ergänzt, die Vesper durch die Komplet. Zur 3., 6. und 9. Tagesstunde gibt es die Terz, Sext, und die Non. Als mitternächtliche Feier waren die Vigilien angesetzt. Zentrales Element der Stundengebete waren Psalmenrezitationen. Daneben gehörten Lesungen, Wechselgesänge, Hymnen, Eröffnungsrufe und unterschiedliche Gebete dazu. Geprägt sind die Stundengebete von Gesang. Um den Überblick über die Texte und den Aufbau der einzelnen Stundengebete zu behalten, legte man seit dem 11. Jahrhundert Kurzfassungen, die sogenanten Breviere an.
(Text: online-paläographie) - Sturmbock
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Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Belagerungsmaschinen.
- Sturmhaken
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- Sturmleiter
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- Suffraganbistum
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Bistum, das selbständig durch einen Bischof verwaltet wird, aber als Teil einer Kirchenprovinz der Aufsicht eines Erzbischofs (Metropoliten) unterstellt ist.
- Sühne
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- Sütterlin
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Eine nach ihrem Erfinder benannte Kunstschrift, die nur über eine gewisse Zeit in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts generell gelehrt und geschrieben wurde.
- Swengel
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- Synode
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Bezeichnet die Zusammenkünfte von kirchlichen Amtsträgern oder/und Laien zur Erörterung von Fragen des Glaubens und der Kirche. Es kann damit eine Zusammenkunft aller katholischen Bischöfe, eine auf ein bestimmtes Land begrenzte Bischofssynode oder eine Diözeseansynode gemeint sein.