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Glossar historischer Fachbegriffe

Hier entsteht eine Sammlung von Fachbegriffen aus Geschichte, Kunstgeschichte, Archäologie und verwandten Wissenschaften. Als Quellen wurden eigene Recherchen, einschlägige Lexika (Lexikon des Mittelalters; Haberkern/Wallach; Fuchs/Raab) sowie Internetseiten anderer Bearbeiter genutzt.
Vorschläge für Ergänzungen und Verbesserungen nehmen wir gerne entgegen.


Glossar: Buchstabe T

Tabernakel
Definition:

Kunstvoll gearbeitetes, im Mittelalter tragbares, festes Gehäuse zur Aufbewahrung der geweihten Hostie auf dem Altar (siehe auch Ziborium). Tabernakel nennt man in der gotischen Baukunst auch ein Ziergehäuse mit säulengestütztem Spitzdach (für Figuren).

Tabula Peutingeriana
Definition:

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Tafelrunde (Turnier)
Definition:

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Turnier.

Tagesreise
Definition:altes Streckenmaß

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Münzen, Maße und Gewichte.

Tagwerk
Definition:Altes Flächenmaß

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Münzen, Maße und Gewichte.

Talar
Definition:Schwarzer, der Sutane ähnlicher Rock.

Talar nennt man den in der Regel schwarzen, der Sutane ähnlichen Rock, der seinen Träger als Akademiker kennzeichnet und somit auch von Geistlichen getragen wird

Talar
Definition:

Talar nennt man den in der Regel schwarzen, der Sutane ähnlichen Rock, der seinen Träger als Akademiker kennzeichnet und somit auch von Geistlichen getragen wird.

Talentum
Definition:Ehemalige Münze

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Münzen, Maße und Gewichte

Taler
Definition:Ehemalige Münze

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Münzen, Maße und Gewichte.

Talmud
Definition:

wörtl. etwa "Lernen", "Unterricht") Aus 6 "Ordnungen" und insgesamt 63 Traktaten bestehendes Hauptwerk der mündlichen jüdischen Lehre, die die schriftliche Lehre (Tora) begleitet und erläutert. Der Talmud beinhaltet einen inneren Kern, die "Mischna" (eine im 2. Jahrhundert fertiggestellte Sammlung der bis dahin nur mündlich überlieferten Gesetzesvorschriften), und die sie begleitenden Diskussionen späterer Gelehrter (auch als "Gemara" bekannt). Neben Erörterungen des jüdischen Gesetzes (Halacha) enthält er auch zahlreiche Erzählpassagen (Agada). Es gibt den Babylonischen und den Jerusalemer Talmud. Beide wurden etwa im fünften Jahrhundert endredigiert und umfassen Diskussionen jüdischer Gelehrter aus mehr als acht Jahrhunderten.

Tankzisterne
Definition:

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Wasserversorgung.

Tarant
Definition:

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Belagerungsmaschinen.

Tartsche
Definition:Teil der Turnierrüstung

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Turnierrüstung.

Täufer
Definition:

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Reformation.

Taufstein
Definition:

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort "Baptisterium".

Te Deum
Definition:

Dieses gesungene Gotteslob ist seit dem 5. Jahrhundert nach Christus bezeugt.

Templer
Definition:

Templer waren die Mitglieder eines mittelalterlichen Religions- und Militärordens, der offiziell "Orden der armen Ritter Christi" hieß ...mehr

Terra Sigillata
Definition:

Terra Sigillata ist eine besondere Keramiksorte der römischen Zeit. Sie fällt auf durch ihre rote Farbe und ihre Härte.Sie ist für die Archäologen immer noch das wichtigste Hilfsmittel für die erste Datierung und liefert Hinweise zur Wirtschaftsgeschichte, zum römischen Manufakturwesen, zu Handelsrouten und zur Erforschung der Romanisierung.Der Name "Terra Sigillata" ist ein moderne Schöpfung. In römischer Zeit heisst die Keramik vas arretinum oder vas Samium Letzteres bezieht sich auf die glänzenden Töpferwaren von der ägäischen Insel Samos.

Territorium
Definition:Ein Territorium ist ein Stück Land, über das sich eine einheitliche Herrschaftsgewalt (Gerichtsherrschaft) erstreckt.

Vormoderne Herrschaft ist primär Herrschaft über Personen, nicht über eine feste Gebietsfläche, mit festen Grenzen. Herrschaft verteilt sich auf viele, hierarchisch abgestufte Träger. Mehrere Herren teilen sich womöglich verschiedene Herrschaftsrechte über dieselben Personen.
Im Laufe der Frühen Neuzeit vollzieht sich ein Prozeß zunehmender Territorialisierung; Herrschaft wird zunehmend als Herrschaft über einen Raum samt aller darauf wohnender Personen verstanden und als solche intensiviert. Alle möglichen Herrschaftsrechte erscheinen als "an dem Territorium hängend", d.h. ergeben sich aus der Herrschaft über das Territorium, werden also in einer Hand zusammengefßt, gebündelt und immer mehr als Einheit verstanden. Diese neuen, territorialen Herrschaftsstrukturen werden im Rahmen des Römisch-deutschen Reiches vor allem auf der Ebene der einzelnen Fürstentümer entwickelt und nicht oder kaum auf der Ebene des Reiches als Gesamtheit. Hier bleibt das alte Personen- und Rechtsverbands-Prinzip vorherrschend.
(Text: Uni Münster)

Terz
Definition:Klösterliches Stundengebet

Die Klosterinsassen sangen zu den verschiedenen Zeiten des Tages Stundengebete, die den Tag gliederten.

Tetabel
Definition:Altaraufsatz

Das Retabel (von lateinisch retro, "hinter", "rückwärts", und tabula, "Brett") ist die Bezeichnung für den seit dem 11./12. Jahrhundert üblichen Altaraufsatz. Es diente vornehmlich als Blickfang und manchmal auch zur Aufbewahrung von Reliquien. Entstanden ist das Retabel durch Verlängerung der Rückwand (Dorsale), des Stipes und der Mensa oder durch Hinzufügen eines separaten Sockels als Basis für das Retabel. Ausgelöst wurde die Entwicklung des in die Höhe strebenden plastisch gestalteten oder bemalten Altaraufsatzes durch eine Änderung der Liturgie im 11. Jahrhundert. Nach der neuen Ordnung stand der Priester nicht mehr hinter dem niederen, opfersteinähnlichen Altar und schaute in Richtung der Gemeinde, sondern er zelebrierte die Messe vor dem Altar stehend und wendete den Gläubigen die meiste Zeit seinen Rücken zu. Anfänglich ersetzte oft auch ein Wand- oder Mosaikbild das Altarretabel.
Die ältesten erhaltenen Retabeln stammen aus dem 12. Jahrhundert, u. a. das 1160 entstandene Stuckretabel im Dom von Erfurt. Im 14. Jahrhundert entwickelte sich aus dem Retabel der Flügelaltar. In der Renaissance waren diese Wandelaltäre dann nicht mehr üblich und wurden wieder vom Retabel abgelöst. Seit der Spätrenaissance bedeckt das Altarblatt fast das gesamte Retabel. Bei Verwendung eines Epitaphs als Retabel spricht man von einem Epitaphaltar.

Teufelszange
Definition:

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Baukräne.

Thurn und Taxis
Definition:In der Geschichte vor allem wegen ihres Fuhr- und Postunternehmens bekannt.

Die Familie Thurn und Taxis erlangte seit dem 16. bis in das 18. Jahrhundert als Postuntermeher Aufstieg und Reichtum. Die Familie erwarb Ländereien, im 19. Jahrhundert auch Industrieunternehmen und Brauereien. Von 1748 bis zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches im Jahre 1806 stellte die 1695 gefürstete Familie den Prinzipalkommissar (Vertreter des Kaisers) beim Immerwährenden Reichstag zu Regensburg. Nach der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches im Jahre 1806 betrieben die Thurn und Taxis ein privates Postunternehmen unter dem Namen Thurn-und-Taxis-Post mit der Zentrale in Frankfurt weiter. Nach dem Sieg im Preußisch-Österreichischen Krieg besetzte Preußen die Reichsstadt Frankfurt und zwang die Thurn-und-Taxis-Post am 28. Januar 1867 zu einem Abtretungsvertrag, in dem sie die Posteinrichtungen dem preußischen Staat gegen eine Abfindung überließen. Die Übergabe erfolgte am 1. Juli 1867.

Link zur Unibibliothek Regensburg

Tiara
Definition:Kopfbedeckung des Papstes

Die Tiara ist die Kopfbedeckung des Papstes. Früher hatte sie die Form einer Halbkugel (Phrygium), seit dem 12. Jahrhundert kennt man den spitzen Hut mit drei Reifen als Krone.

Tjost
Definition:Kampfart im Turnier

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Turnier.

Topfhelm
Definition:

Als Topfhelm wird ein vollständiger Eisenschutz für den Kopf bezeihnet...mehr

Tora
Definition:

(wörtl. "Lehre") Im engeren Sinne: Die 5 Bücher Moses (Pentateuch). Im erweiterten Sinn: Die gesamte jüdische Lehre.

Tourelle
Definition:

Auf der Mauer aufsitzendes, erkerartiges Türmchen.

Transsumpt
Definition:Begriff aus der Urkundensprache

Überlieferungsform einer Urkunde mit Rechtskraft. Der Text einer Originalurkunde (A) wird in eine neue Urkunde (B) wörtlich eingefügt und von dem Aussteller von B bestätigt. Damit ist auch der neue Aussteller an den Inhalt von A gebunden. Diese Urkunde B mit dem Inserat (der wörtlichen Abschrift) ist ein Transsumpt. Dieser Vorgang der Übernahme und Bekräftigung von alten Verordnungen erfolgte oft durch den Rechtsnachfolger des Ausstellers der Originalurkunde.

Traufe
Definition:

Untere waagerecht verlaufende Begrenzung eines Daches.

Treppentürme
Definition:

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Türme.

Tretrad/Tretmühle
Definition:

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Baukräne.

Treuga Dei
Definition:

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort "Gottesfrieden".

Tribok
Definition:

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Belagerungsmaschinen.

Triforium
Definition:

Das mittlere Geschoss bei gotischen Kirchen, das zwischen den Arkaden (Erdgeschoß) und dem Obergaden (Obergeschoß mit Fenstern) vermittelt. Im Kölner Dom nehmen Arkaden und Obergaden je drei Siebtel der Gesamthöhe ein, das Triforium ein Siebtel.

Tripantium
Definition:

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Belagerungsmaschinen.

Trockenmauerwerk
Definition:

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Mauerwerk.

Troja
Definition:

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Belagerungsmaschinen.

Truchsess
Definition:Das oberste der vier alten Hofämter

Truchsess, Mundschenk, Marschall und Kämmerer. Der Vorsteher der Hofverwaltung, schon früh als Seneschall bzw. Hausmeier eines der wichtigsten Ämter am Hofe. In Deutschland ging seine ursprüngliche Hauptfunktion, die Hofverwaltung, an den Hofmeister über, so dass der Truchsess nur die Aufsicht über die Tafel behielt und häufig mit dem Küchenmeister verschmolz oder ganz verschwand. Zu den Pflichten des Truchsesses gehörte die Hof- und Güterverwaltung, die Aufsicht über das Personal des Königshofes und die Versorgung der königlichen Tafel. In nachkarolingischer Zeit trat der Tafeldienst in den Vordergrund. Bereits die Truchsesse der Karolingerzeit nahmen innerhalb ihres nominellen Aufgabenbereiches allenfalls Leitungsfunktionen wahr, standen ansonsten aber vor allem für Aufgaben im Reichsdienst zur Verfügung. Auch an den Höfen der geistlichen und weltlichen Fürsten kannte man seit der Mitte des 12. Jahrhunderts das Amt des Truchsesses. In staufischer Zeit gewannen die Reichstruchsesse bestimmenden Einfluss auf die königliche Reichspolitik. Seit Mitte des 13. Jahrhunderts war ihr Amt im Reichsministerialengeschlecht derer von Bolanden erblich. Das Amt des Reichserztruchsesses wurde vom Pfalzgrafen bei Rhein ausgeübt.
(Text: Grathoff und Nicolai)

Tummler
Definition:

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Belagerungsmaschinen.

Türkensteuer
Definition:Steuer zur Finanzierung der Abwehr der Truppen des Osmanischen Reiches

Das expandierende osmanische Reich (Untergang des oströmischen Reiches mit der Eroberung Byzanz' 1453, Höhepunkt unter Sultan Süleyman dem Prächtigen im 16. Jahrhundert, schrittweiser Niedergang seit dem ausgehenden 17. Jahrhundert) bedrohte vom 15. bis ins 18. Jahrhundert die südöstliche Flanke des Reiches, d.h. die Territorien der österreichischen Habsburger und damit des Kaisers (Höhepunkt: Belagerung Wiens 1683). Zur militärischen Abwehr dieser Bedrohung war der Kaiser auf finanzielle Unterstützung der Reichsstände angewiesen. Diese "Türkensteuern" konnte er nach frühneuzeitlichem Rechtsverständnis nicht einfach von ihnen erheben, sondern er mußte sie darum bitten; diese Bitte mußte er auf Reichstagen vortragen. Die Reichsstände konnten ihm die Hilfe nicht einfach verweigern; sie konnten sich dafür aber Zugeständnisse machen lassen.
(Text: Uni Münster)

Turmarmbrust
Definition:Schusswaffe

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Belagerungsburgen.

Turmburg
Definition:Burgentyp

Als Turmburg bezeichnet man einen wehrhaften Turm oder ein turmartiges Gebäude, das auf gewachsenem Boden stand. Damit unterschied sich die Turmburg von der Motte, die zwar ähnlich aussah, aber auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel errichtet wurde. Die Turmburg wird gelegentlich auch als Wohnturmburg oder Turmpalasberg bezeichnet ...mehr

Türme
Definition:

Türme sind das Erkennungszeichen der mittelalterlichen Burg ...mehr

Turmerker
Definition:

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort "Erker".

Turmhügelburg
Definition:Burgentyp

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Motten.

Turnei
Definition:

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Turnier.

Turnier
Definition:

Als Berufskrieger musste sich der Ritter ständig im Umgang mit den Waffen üben: Speerwerfen, Ringen, Springen, Wettlauf, Bogenschießen und Steinstoßen. Vor allem ließ er keine Gelegenheit aus, den Schwertkampf und den Stoß mit der Lanze zu trainieren. Natürlich wollte er seine Kräfte auch mit fremden Rittern und unter kriegsähnlichen Bedingungen erproben. Hierfür bot das Turnier ausreichend Gelegenheit, denn es war der ideale Ort zur Vorbereitung auf den Ernstfall. ...mehr

Turnierrrüstung
Definition:

Näheres zu diesem Begriff finden Sie hier

Turnierwaffen
Definition:

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Turnierrüstung.

Turnose
Definition:

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Münzn, Maße und Gewichte.

turris speculatoris
Definition:

Näheres zu diesem Begriff finden Sie unter dem Stichwort Burgus.

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