Kulturdenkmäler in Worms
Burg Heppenheim (Heppenheim)
Leider verhindert das völlige Abtragen des Burghügels jede archäologische Arbeit, die über die Größe und das Aussehen der Burg Auskunft geben könnte. Sollte die Anlage tatsächlich von einem Wassergraben gesichert worden sein, so könnte man ihn auch heute mit archäologischen Mitteln nachweisen.
Burg Pfeddersheim (in Pfeddersheim)
Die ehemalige Reichsburg aus dem 13. Jahrhundert ist vollständig verschwunden.
Dalbergisches Schloß (Herrnsheim)
Die Anlage ist eine der bedeutendsten Schlossbauten der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts im Land, in seinen Fundamenten aber natürlich viel älter. Seine Geschichte ist eng verknüpft mit der Familiengeschichte derer von Dalberg, seit dem 15. Jahrhundert eines der führenden reichsunmittelbaren Adelsgeschlechter im mittelrheinischen Raum.
Evangelische Kirche (Heppenheim)
Eine Kirche wird in Heppenheim bereits 788 genannt, als sie der Priester Gomonolf dem Kloster Lorsch übergab. Diese Kirche fiel später an die Bischöfe von Worms. Infolge der Glaubensspaltung ging die Pfarrei ein. In der pfälzischen Kirchenteilung von 1705 kam die Kirche an die reformierten, welche nun selbst eine Pfarrei gründeten.
Evangelische Kirche (Horchheim)
Die heutige evangelische Pfarrkirche entstand 1907 nach Plänen von Friedrich Becker. Es handelt sich um einen Saalbau mit eingezogenem, flach geschlossenem Chor und Fassadendachreiter. Den Innenraum schmückt eine zweiseitige Holzempore auf Steinpfeilerm. Seitlich angeschlossen liegt das gleichzeitige Pfarrhaus.
Gräberfeld (Hochheim)
Zwischen dem heutigen Friedhof und der Bergkirche St. Peter befand sich ein Gräberfeld, dessen Ausdehnung nach Westen nicht feststeht. Es enthielt sowohl römische als auch fränkische Bestattungen. Östlich davon wurden 1984 römische Mauern zerstört. Aus Hochheim stammt auch das Fragment einer Jupitergigantensäule.
Jakobsweg (Herrnsheim)
Der Jakobsweg war kein fester Weg, sondern ein Weggeflecht, das sich über ganz Europa zog. Ziel ist das Grab des hlg. Jakob, eines der zwölf Apostel, im spanischen Santiago de Compostella. Im Rahmen eines EU geförderten Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojektes wurde ein Teilstück des Jakobus-Pilgerweges in Rheinhessen „wiedergefunden“ und markiert.
Katholische Kirche (Hochheim)
Aus der Klosterkirche des 1570 aufgehobenen Dominikanerinnenklosters Maria Himmelskron von 1293 wurde die heutige katholische Pfarrkirche,die 1706-1708 wiederhergestellt wurde. Sie birgt neben einer Wandmalerei aus dem 14. Jahrhundert einen Löwentaufstein (um 1500) und in der Vorhalle einen Priorinnengrabstein (1319) von einem Meister des Domsüdportals (Gallé).
Kiautschau
Die ehemalige Arbeitersiedlung liegt im Nordwesten der Stadt. Als sie Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wurde, befand sie sich noch weit außerhalb des Zentrums, weshalb die Wormser sie spöttisch nach der entlegenen chinesischen Kolonie Kiautschou benannten, die das Kaiserreich zu dieser Zeit gepachtet hatte.
Kloster Georgenberg (Pfeddersheim)
Nördlich von Pfeddersheim stand einst ein Kloster auf dem Georgenberg, welches 1525 im Bauernkrieg zerstört wurde.
Kloster Liebenau (Hochheim)
Das ehemalige Nonnenkloster stand am Ende der Hochheimer Gemarkung Richtung Neuhausen zu. Es wurde 1288 von Jakob Engelmann gen. Holderbaum, und seiner Ehefrau Lieba gestiftet und nach der Letzteren Liebenau genannt. Das Kloster wurde 1563 durch Pfalzgraf Friedrich III. aufgehoben. Die Inbesitznahme der Güter und Einkünfte fand 1570 statt.
Kloster Maria Himmelskron (Hochheim)
Das Dominikanerinnenkloster Maria Himmelskron wurde 1278 von Ritter Dirolf und seiner Ehefrau Agnes, beide Wormser Bürger, anstelle einer Wasserburg gegründet. Bischof Friedrich von Worms hatte dazu seine Zustimmung gegeben. Der Bau wurde 1279 begonnen und 1293 abgeschlossen.
Maria Münster
Ortsbefestigung (Abenheim)
Abenheim wurde einst von einem ovalen Grabensystem geschützt.
Ortsbefestigung (Herrnsheim)
Die Ortsbefestigung bestand in einer Mauer mit davorliegendem Graben und einem Wall am äußeren Grabenrand. Dieser Graben wird 1445 erwähnt. Von den alten Mauertürmen der Ortsbefestigung sind nur noch zwei erhalten, der sog. Schillerturm (im Schloßpark) und der Storchenturm (Bild) mit vierseitigem Steinhelm und Zinnenkranz.
Simultankirche (Rheindürkheim)
Eine Pfarrkirche wird in Rheindürkheim 1281 erwähnt. Das Patronatsrecht gehörte ursprünglich den Grafen von Leiningen. Die alte Kirche war der Mutter-Gottes geweiht. Infolge der Glaubensspaltung ging die Pfarrei ein, die Kirche wurde simultan. Die heutige Kirche wurde 1776 ohne Turm errichtet.
Spiel- und Festhaus / DAS WORMSER
Der Berliner Architekt Otto March zeichnete für den Entwurf in neoromanischem Stil verantwortlich. Die Grundsteinlegung auf dem Gelände östlich der Bahnlinien fand am 4. Juli 1888 statt, eingeweiht wurde das Spiel- und Festhaus mit 1200 Sitzplätzen am 20. November 1889.
Stadtbefestigung
Die aus kleinen Kalksteinquadern gefügte römische Mauer des 3. Jahrhunderts ist am Lutherring noch in einer Höhe von ca. 3 Meter erhalten. Die Teile darüber sind mittelalterlich. In karolingischer Zeit (Mauerbauordnung des Bischofs Tietlach 891-914) wurde die Stadtbefestigung erneuert.
Synagoge (Heppenheim)
In der Oberen Grabenstraße wurde die Synagoge in den alten Maßen und im alten Aussehen wieder aufgebaut. Die Synagoge wurde um die Mittagszeit des 10. November 1938 angezündet und bis auf die Grundmauern niedergebrannt.










































































