Güls am Mittelrhein

Das Gebiet um das spätere Güls war schon in römischer Zeit besiedelt

[Bild: wikipedia]

In der Gemarkung des späteren Ortes Güls' lebten, dies haben archäologische Funde bewiesen, schon vor der Römerzeit Menschen. Auch aus römischer Zeit wurden Siedlungsspuren gefunden.
Das römische Gut ging in fränkischer Zeit in den Besitz der Könige über. Wahrscheinlich in fränkischer Zeit wurde auch das Dorf gegründet. Im Jahr 775 schenkte Kaiser Karl der Große den Gülser Besitz der zur Reichsabtei erhobenen Benediktinerabtei Hersfeld. Der Besitz bestand aus einem Hofgut und einer Kapelle. Später gehörte Güls zum Herrschaftsbereich des Kölner Erzbischofs. Seit 1046 besaß die Abtei Siegburg die Grundherrschaft und die Gerichtshoheit über den Ort, nachdem Erzbischof Anno II. von Köln (1010-1075) beides der Abtei geschenkt hatte. Vogt war damals der Pfalzgrafe Hermann. 1126/1131 gehörte Güls vorübergehend zum Servatiusstift in Maastricht, ist dann aber wieder in der Verfügungsgewalt der Abtei Siegburg bezeugt. Später gehörte der Ort zum Herrschaftsbereich der Trierer Kurfürsten.
Anfang des 13. Jahrhunderts besaßen die Herren von Brohl die Vogtei als Afterlehen. Im Mittelalter besaßen die Abteien Rommersdorf und Kamp und die Koblenzer Stifte St. Kastor und St. Florin Höfe in Güls.
Die Abtei Siegburg verkaufte im Jahr 1501 ihren Besitz den Augustinern in Ehrenbreitstein. Nachdem dieses Kloster aufgelöst wurde, gelangte der Besitz 1592 durch eine Schenkung des Trierer Kurfürsten an die Jesuiten zu Koblenz
Im Mittelalter war Güls durch eine Umzäunung befestigt, die Zugangsstraßen durch Tore geschützt.
Im November/Dezember 1944 wurde Güls durch alliierte Bomben schwer verwüstet. Am 7. November 1970 wurde Güls der Stadt Koblenz eingemeindet.
[Zum Ortsteil Bisholder]

Die Orte Arenberg, Arzheim, Asterstein, Bubenheim, Ehrenbreitstein, Güls, Horchheim, Immendorf, Kesselheim, Lay, Lützel, Metternich, Moselweiß, Neuendorf, Niederberg, Pfaffendorf, Rübenach, Stolzenfels und Wallersheim gehören heute zur Stadt Koblenz.

Quelle: Handbuch; schaengel.de (nicht mehr online); redakt. Bearb. S.G.