Osthofen in Rheinhessen

Das Frauenkloster in Mühlheim/Osthofen

Das Frauenkloster soll Anfang des 12. Jahrhunderts von Erkenbert, dem Stifter des Klosters Frankenthal, gegründet und mit Augustiner-Chorfrauen besetzt worden sein. Später waren auch Zisterzienserinnen im Kloster.
Mit Sicherheit bestand das Kloster im Jahr 1167, denn in diesem Jahr vermachte Abt Heinrich von Lorsch dem Kloster zwei Mark Silber. 1272 genehmigte Bischof Eberhard I. von Worms, dass die Grafen Emich IV. und Friedrich III. von Leiningen als Lehensherren und Ritter Eberhard von Ebernburg als Lehensträger, auf die Vogtei des Klosters "Mullen" verzichteten. Gleichzeitig ordnete er an, dass die Herren das Eigentum und die Verwaltung der Klostergüter besorgen, die Besetzung der 20 Klosterstellen gewährleisten und für die Verpflegung und Unterhaltung der Nonnen und der außerhalb lebenden Ritter sorgen müssen.
Über die weitere Geschichte des Klosters ist nicht viel bekannt. Es stand unter dem Schutz der hl. Margareta. In der Kirche stand ein Maria-Magdalena-Altar, an dem 1275 ein Vikar angestellt war. Das Siegel des Klosters aus dem Jahr 1272 stellte die hl. Margareta mit Mantel, Buch und Palmzweig und der Legende "+ S. ecclesie . Sancte . margarete . in mulne" dar. Die Grundmauern des Klosters wurden in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts ausgebrochen.

Nachweise

Redaktionelle Bearbeitung: Stefan Grathoff

Verwendete Literatur:

  • Brilmayer, Karl Johann: Rheinhessen in Vergangenheit und Gegenwart. Geschichte der bestehenden und ausgegangenen Städte, Flecken, Dörfer, Weiler und Höfe, Klöster und Burgen der Provinz Rheinhessen nebst einer Einleitung. Neudruck. Würzburg 1985.
  • Kazenwadel-Drews, Brigitte: Osthofen - Ein Rundgang durch die Geschichte.

Aktualisiert am: 17.10.2014