Koblenz am Mittelrhein

Kulturdenkmäler in Koblenz

Alte Burg

Die alte Burg ist eine ehemalige kurfürstliche Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert und war ehedem von einem breiten Wassergraben mit Ringmauer umzogen.Seit 2002 ist die Alte Burg Teil des von der UNESCO ausgezeichneten Weltkulturerbes "Oberes Mittelrheintal“ und der einzige mittelalterliche Bau in Koblenz, der die Zeiten überdauert hat. Im alten Burghaus ist heute das Stadtarchiv bzw. die Stadtbibliothek von Koblenz untergebracht.

Alte Münze

Die Münzen der Kurfürsten von Trier wurden seit der Mitte des 11. Jahrhunderts zuweilen, seit dem 2. Viertel des 15. Jahrhunderts mit wenigen Unterbrechungen durchgängig in Koblenz geprägt. Das Münzmeisterhaus der kurfürstlich-trierischen Münze lag seit 1667 im Bereich des heutigen Münzplatzes.

Alte Stadtbefestigung

Der römische Mauergürtel, der überwiegend im 4. Jahrhundert entstand, war noch in frühmittelalterlicher Zeit erhalten und wurde um 1180 durch eine vorgelegte Zwingermauer mit Graben verstärkt.Die Trierer Erzbischöfe ließen in ihrer Eigenschaft als Landesherren im 13. Jahrhundert ihre Residenzstadt mit einer Stadtmauer und einer Burg befestigen.Der ehemalige Stadtturm Auf der Danne ist in seinem Kern ein Teil der spätrömischen Stadtmauer.

Am Plan

Als der letzte Erzbischof und Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Sachsen das Koblenzer Schloss bauen ließ, befahl er, die alten barocken Plätze der Stadt zu modernisieren. So wurde der Plan, der erste Platz, der in Koblenz eben (plan) gepalstert war, umgebaut und alle Gebäude wurden im klassizistischen Stil errichtet. Die Südseite des Platzes wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört, sodass hier keine alten Gebäude erhalten sind.

Brunnen am Plan

Der Brunnen wurde 1805/06 aus Abbruchmaterial von Schloss Schönbornlust errichtet und mit einem steinernen Becken von der Karthause versehen.

Bürresheimer Hof

Der Bürresheimer Hof wurde 1659/60 nach Plänen des Kapuzinerpaters Bonitius aus Linz für den kurtrierischen Amtmann Lothar Ferdinand von der Leyen-Nickenich erbaut. Der Hof blieb bis 1714 im Besitz der Familie und wurde damals Nickenicher Hof genannt. Seinen heutigen Namen trägt das Haus, weil es 1714 an die Freiherren zu Breitbach-Bürresheim überging.

Christuskirche

Die evangelische Christuskirche wurde zwischen 1901-1903 von Vollmer und Jassoy errichtet. Nach Zerstörungen im 2. Weltkrieg wurde das Gotteshaus durch H.O. Vogel verändert wiederhergestellt.

Clemensbrunnen/Obelisk

Der Obelisk auf dem Deinhardplatz vor dem Stadttheater erinnert an seinen Erbauer Kurfürsten Clemens Wenzeslaus von Sachsen. Der zugehörige Clemensbrunnen von 1791 stand ursprünglich auf dem Clemensplatz und wurde 1970 vor das Stadttheater versetzt. Der Laufbrunnen war ursprünglich von vier halbkreisförmigen Schalen umgeben.

Coblenzer Hof

Der "Coblenzer Hof" ist ein Hotel in neoklassizistischen Formen mit pilastergegliedertem Mittelrisalit und vorgelegter zweigeschossiger Veranda. Es wurde von 1912 bis 1913 nach Plänen von Heinrich Müller (Erkelenz) am Rheinufer errichtet. Nicht mehr erhalten ist der ursprüngliche Dreiecksgiebel.

Deutscher Kaiser

Als einer der wenigen mittelalterlichen Gebäude hat das spätere Gasthaus "Deutscher Kaiser" die Beschießung der Stadt durch die Franzosen 1688 überstanden. Das Haus wurde von dem Koblenzer Schöffen und erzbischöflichen Münzmeister Konrad von Langenfeld (gest. 1520) erbaut.

Deutsches Eck

Erzbischof Theoderich von Wied rief 1216 die Ritter des Deutschen Ordens nach Koblenz und schenkte ihnen einen Teil des Geländes der Kastorkirche, nach deren Niederlassung trug diese Stätte die Bezeichnung Deutscher Ordt und dann den Namen Deutsches Eck. Am äußersten Ende dieser Landzunge wurde auf Veranlassung der preußischen Rheinprovinz ein monumentales Reiterstandbild in Gedenken an den 1888 verstorbenen Kaiser Wilhelm I. errichtet.

Deutschherrenhaus

Das Deutschherrenhaus in Koblenz war die erste Niederlassung des Deutschen Ordens im Rheinland überhaupt. 1216 wurden die Ritter des Ordens nach Koblenz gerufen erhielten als Schenkung ein Stück Gelände der benachbarten St. Kastorkirche mitsamt dem dort befindlichen St. Nikolaus-Krankenhaus. Die 1216 eingerichtete Komturei befand sich unmittelbar am Ufer am Zusammenfluss von Rhein und Mosel und wurde bald darauf als „Deutsches Eck“ bezeichnet.

Dominikanerkloster

Drouvensches Haus

Das Gebäude wurde 1779 von Johann Maas nach Plänen von Christian Trosson errichtet. Es war 1792 Wohnsitz des Bischofs von Verdun, H.L. Renatus Desnois.

Ehrenmal des Deutschen Heeres

Eltz-Rübenacher Hof

Der ehemalige Eltz-Rübenacher Hof, das sog. Dreikönigenhaus wurde 1701 gebaut und von Dehio dem kurtrierischen Hofbaumeister Johann Christoph Sebastiani zugeschrieben, wobei auf der Hinweistafel am Haus als Bauherr der Ratsherr Wilhelm von Hauschild angegeben wird. Das Gebäude ist das Geburtshaus des Mainzer Erzbischofs Emmerich Joseph Freiherr von Breidbach-Bürresheim (1707-1774).

Entenpfuhl

Festung Koblenz

Bis ins 17. Jahrhundert hinein standen als Befestigungen die Kurfürstliche Burg im von einer Stadtmauer umgebene Koblenz, sowie auf der anderen Rheinseite die Burgen Ehrenbreitstein und Helfenstein. Mit dem Bau des neuen Residenzschlosses (1777) wurde die Stadt ab 1785 allmählich entfestigt. Im Jahr 1794 besetzten französische Revolutionstruppen auch Koblenz, die französische Verwaltung fuhr damit fort, die mittelalterliche Stadtmauer weiter niederlegen zu lassen.

Görres-Denkmal

Görresplatz

Der Bereich des heutigen Görresplatzes war schon in römischer Zeit besiedelt, im Mittelalter aber unbebaut und zum Grundbesitz des Kastorstiftes zugeordnet. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Arreal nach General August von Goeben "Goebenplatz" genannt und seinerzeit ein Denkmal gesetzt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Goeben-Denkmal entfernt, der Platz "entmilitarisiert" und 1946 nach dem Gelehrten Joseph Görres umbenannt.

Hauptbahnhof

Nach der Zusammenlegung des vorher getrennten Rhein- und Moselbahnhofs wurde das Hauptbahnhofsgebäude im Jahr 1902 nach Skizzen der Königlichen Eisenbahndirektion Köln, bearbeitet durch Regierungsbaumeister Biecker sowie durch das Ministerium für öffentliche Arbeiten erbaut. Es handelt sich um einen Durchgangsbahnhof im Palasttypus mit Mittel- und Seitenpavillions, aus funktionellen Gesichtspunkten jedoch unter Aufgabe der strengen Symmetrie. In jüngster Zeit wurde das Eingangsgebäude saniert.

Hauptfriedhof

Der Koblenzer Hauptfriedhof, am Hang der Karthause gelegen, wurde 1818 angelegt. Mit seiner terrassenförmigen Anlage und dem alten Baumbestand war die Anlage bis zu ihrer teilweisen Zerstörung 1944 eine hervorragende Leistung der Gartenbaukunst des 19. Jahrhunderts. Noch heute finden sich mehrere bemerkenswerte Grabdenkmäler aus dem 19. Jahrhundert.

Heilig-Kreuzkirche

Henriette Sontag (Geburtshaus)

Die Sopranistin Henriette Sontag, am 3.1.1806 in Koblenz geboren, für ihr musikalisches Können wurde sie zur Königlichen Hof- und Kammersängerin ernannt. Eine Marmortafel an ihrem Geburtshaus erinnert an die weltberühmte Tochter der Stadt.

Herz-Jesu-Kirche

Die katholische Pfarrkirche Herz-Jesu wurde im Rahmen der südlichen Stadterweiterung von 1900 bis 1903 errichtet. Sie gehört zu den bedeutendsten neuromanischen Sakralbauten in Deutschland.

Historiensäule

Die bewegte Geschichte der Stadt Koblenz wird vom Künstler Jürgen Weber in zehn Bildern erzählt, die übereinander gesetzt eine etwa zehn Meter hohe Säule ergeben. Der Brunnen auf dem Görresplatz ist ein Geschenk des Landes Rheinland-Pfalz an die Stadt, das man 1992 anlässlich der 2000-Jahrfeier in Auftrag gab.

Hochwassersäule

An die Erbauung der Pfaffendorfer Brücke, damals Koblenzer Rheinbrücke genannt, erinnerte das am 29.09.1864 eingeweihte Monument an die Erbauer der Brücke. Am 24.05.1876 musste das Denkmal, das aufgrund seiner Ähnlichkeit mit der Berliner Siegessäule auch "Koblenzer Siegessäule" genannt wurde, erneut eingeweiht werden, da die ursprüngliche Säule durch ein verheerendes Hochwasser zerstört worden war. Von dieser Säule ist heute nur noch ein Schaftrest gegenüber dem wiederhergestellten Denkmal zu sehen, der mit Hochwassermarken versehen, und seitdem "Hochwassersäule" genannt wurde.

Jesuitenkirche

Im Jahr 1242 wurde an der Stelle der heutigen Jesuitenkirche ein Zisterzienserinnenkloster gegründet und an der Stelle der heutigen Kirche einen gotischer Bau. Nach Auflösung des Jesuitenordens 1773 wurde die Kirche Filiale von St. Kastor. Im Jahr 1944 wurde die alte Jesuitenkirche durch Kriegseinwirkung zerstört, der Wiederaufbau erfolgte 1958/59.

Jesuitenkolleg

Das Jesuitenkollegium (Rathaus) besteht aus zwei Gebäudekomplexen: Das ehemalige Klosterquadrum südlich der Kirche und das ehemalige Gymnasium mit der Hauptfront zum Jesuitenplatz und einem rückwärtigen Westflügel.

Jesuitenplatz

Auf dem Jesuitenplatz befindet sich drei eng miteinander verbundene Gebäudekomplexe. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurden die Jesuiten nach Koblenz gerufen und erhielten das ehemalige Zisterzienserinnenkloster als ihren Standort. Später erweiterten sie es um das Jesuitenkolleg, errichteten an der Stelle der ehemaligen Bernharduskirche ihre Kirche und dann den zweiflügeligen "Schulbau", das heutige Rathaus.

Joh. Müller-Denkmal

Nach der Umgestaltung des Jesuitenplatzes wurde dem Anatom und Physiologen Johannes Müller (1801-1858) im Jahr 1899 ein Denkmal in der Platzmitte gesetzt. Johannes Müller wurde am 14.7.1801 in der heutigen Koblenzer Altstadt, unweit des Jesuitenplatzes geboren.

Kais. Augusta Denkmal

Kaiserhalle

Im Jahr 1875 wurde zur Erinnerung an die seit 1850 bestehende Bindung zwischen dem Kaiserpaar und der Garnisonsstadt ein klassizistisches Plaketten-Ensemble, bestehend aus neun rechteckigen und ovalen Platten, teilweise im Pfaffendorfer Brückenbogen und teilweise direkt daneben an die dem Rhein zugewandte Mauer der Rheinanschlusskaserne, angebracht. Diese wurden von den Offizieren des VIII. Offizierskorps um ein Relief mit Girlanden des 1861 verstorbenen Friedrich Wilhelm IV. erweitert, die über schweren marmornen Bänken und eisernen, von Lanzen umstellten Kandelabern in der "Halle" unter dem Brückenbogen hängen.

Karmeliterkirche

Karthause

Kastorbrunnen

Auf dem Platz vor der St. Kastorkirche ließ der französische Stadtpräfekt Jules Doazan 1812 in Erwartung des siegreichen Ausgang des Russlandfeldzuges Kaiser Napoleons voreilig an den dort stehenden klassizistischen Brunnen eine Inschrift meißeln: "A Napoleon le Grand, an. MDCCCXII Memorable par la Campagne contre les Riusses sous la Prefecture des Jules Doazan." (dt.: An Napoleon den Großen. 1812 zum Gedenken an den Russlandfeldzug unter der Präfektur von Jules Doazan). Doch der Feldzug endete bekanntlich mit einer verheerenden Niederlage Frankreichs.

Kath. Kirche St. Kastor

Die erste Kastorkirche, bis Mitte des 13. Jahrhunderts vor den Toren der Stadt gelegene Kirche, wurde zwischen 817-836 unter Erzbischof Hetti von Trier mit Unterstützung Kaiser Ludwigs des Frommen in Koblenz erbaut und am 12. November 836 geweiht. Der Umbau der Kirche zu seiner heutigen Form und Größe begann etwa 1160 unter Propst Buvo.

Kaufhaus

Das Gebäude wurde zwischen 1419-1425 als städtisches Kauf- und Tanzhaus errichtet, diente von 1674 bis 1794 als Rathaus. Seit 1966 ist im alten Kaufhaus, im benachbarten Schöffenhaus und im ehemaligen Bürresheimer Hof das Mittelrhein-Museum untergebracht.

Krämerzunfthaus

Das ehemalige Krämerzunfthaus und die ehemalige städtische Mehlwaage wurde - nach der Zerstörung des ältesten Baus (1582) im Jahr 1688 - zwischen 1708-1710 wieder aufgebaut. Die 1944 entstandenen Schäden konnten bereits 1948 beseitigt werden.

Lenné-Büste

Leyenscher Hof

Der Hof wurde von Erzbischof Johann von der Leyen (1556-67) als Stadthof für seine Familie erbaut und später mehrfach erweitert. Vom umfangreichen Gebäudekomplex, dessen vier Flügel sich um einen Innenhof gruppierten, ist nach den Zerstörungen des 2. Weltkriegs (1944) nur der Südflügel erhalten, der in den wiederum vierflügeligen Neubau der Landesstraßenverwaltung von 1967 einbezogen wurde.

Liebfrauenkirche

Die Liebfrauenkirche ist eine von drei romanischen Kirchen, die das Erscheinungsbild der Koblenzer Altstadt prägen. Die anderen beiden romanische Kirchen sind die ehemalige Stiftskirche St. Kastor am Deutschen Eck und die ehemalige Stiftskirche St. Florin in der Altstadt.

Luisentempel

Metternicher Hof

Das Haus Metternich wurde 1674 unter Einbeziehung älterer Bauteile (Südgiebel) als Stadthof der Freiherren von Metternich-Winneburg errichtet. Die Anfänge des Anwesens mögen bis ins 13. Jahrhundert reichen. Hier wurde am 15. Mai 1773 Clemens Wenzeslaus von Metternich geboren.

Michaelskapelle

Auf der Südseite der Liebfrauenkirche, steht, durch einen ehemaligen Friedhof von ihr getrennt, die Michaelskapelle.

Moselbahnhof

Münzplatz

In Bereichen des Münzplatzes wurden Teile eines römischen Erdkastells entdeckt. Seinen Namen trägt der Platz von der ehemaligen kurtrierischen Münze, von der heute nur noch das alte Münzmeisterhaus erhalten ist.

Oberpräsidium Rheinprovinz

Das Gebäude wurde von 1907 bis 1910 auf der Grundlage von Vorplanungen des Geheimen Baurats Ludwig Bohnstedt nach Entwürfen des Geheimen Oberbaurats, Ministerium für öffentliche Arbeiten, überarbeitet durch Baurat Thielen aus Koblenz erbaut. Das 1944 beschädigte Gebäude wurde nach dem 2. Weltkrieg verändert wiederhergestellt, der geschweifte Giebel über dem Mittelpavillon ist nicht erhalten. Heute ist es Sitz der Struktur- und Genehmigungsdirektion.

Pegelhaus/Rheinkran

Als die Stadt unter Kurfürst Lothar von Metternich zu Beginn des 17. Jahrhunderts stärker befestigt wurde, errichtete man an dieser Stelle nicht nur eine gleichzeitig als Eisbrecher dienende Bastion, sondern auch den dringend benötigten Rheinkran. So entstand nach einem Plan des Jülicher Baumeisters Johann Pasqualini zwischen 1609 und 1611 ein einfacher Achteckbau mit profiliertem Sockel. In unmittelbarer Nähe des ehemaligen Rheinkrans befinden sich die Anlegestellen der Ausflugsschiffe sowie der Fähre nach Ehrenbreitstein.

Pfefferminzje

In der Mehlgasse steht das Denkmal vom Pfefferminzje. Das Koblenzer Original lebte in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts und war nicht auf den Mund gefallen. Ihren Namen hat sie, weil sie für ihren Lebensunterhalt Pfefferminz verkaufte.

Preußisches Regierungsgebäude

Das Gebäude der preußischen Regierung für den Regierungsbezirk Koblenz und des Hauptsteueramtes wurde 1902 bis 1906 unter Leitung des Berliner Geheimen Baurats Paul Kieschke und des Koblenzer Bauamts mit Baurat von Behr und Regierungsbaumeister Loewe an der Stelle des ehemaligen kurtrierischen Waisenhauses im Stil der Wilhelminischen Neoromantik erbaut.

Rheinkavalier

Rheinmuseum

Das Gebäude wurde 1835 als städtische Mädchenschule für die Pfarrei St. Kastor vom Koblenzer Stadtbaumeister Johann Claudius von Lassaulx errichtet. Zwischen 1911 und 1944 hatten die Koblenzer Stadtverordneten dem Museumsverein diesen würdigen und wertvollen Lassaulxschen Bau für Ausstellungszwecke zur Verfügung gestellt. Im 2. Weltkrieg brannte das Gebäude 1944 aus, wurde aber 1979 wiederhergestellt.

Rittersturz

Im ehemaligen Berghotel auf dem Rittersturz fanden 1948 entscheidende Beratungen statt, die nach den Frankfurter Beratungen mit zum Zusammenschluss der drei westlichen Besatzungszonen zur Bundesrepublik Deutschland, damit aber auch zur Abtrennung der Sowjetzone führten.

Schängelbrunnen

Der Begriff Schängel stammt aus der Zeit, als Koblenz 20 Jahre lang, von 1794 bis 1814 zur französischen Republik gehörte. Schängel waren ursprünglich die von Franzosen abstammenden Kinder deutscher Mütter. Der Schängelbrunnen steht im Hof des Rathausgebäudes. Er wurde 1940 von Carl Burger entworfen und ist dem Koblenzer Heimatdichter Josef Cornelius (1849-1943) gewidmet.

Schenkendorf-Denkmal

Schloss

Das Kurfürstliche Schloss in Koblenz war die Residenz des letzten Erzbischofs und Kurfürsten von Trier, Clemens Wenzeslaus von Sachsen, der das Schloss Ende des 18. Jahrhunderts erbauen ließ. Es gehört zu den bedeutendsten Schlossbauten des französischen Frühklassizismus in Südwestdeutschland und eines der letzten Residenzschlösser, die vor der französischen Revolution in Deutschland noch gebaut worden sind.

Schöffenhaus

Das Schöffenhaus, heute ein Teil des Mittelrheinmuseums wurde 1528-1530 von Erzbischof Richard von Greiffenclau neben dem damaligen Kaufhaus für die Koblenzer Schöffen errichtet. Das Gebäude wurde 1688 zerstört, 1724 aber wieder aufgebaut. Die Schäden des 2. Weltkriegs wurden beseitigt, als man das Haus zwischen 1962-1965 für Museumszwecke wiederherstellte.

St. Florin

Die ursprüngliche Marienkirche ist vielleicht aus der Kapelle eines angenommenen fränkischen Königshofes (heute Pfarrhaus von Liebfrauen) hervorgegangen, deren Estrich sich unter dem Chor der heutigen Kirche befand. Seit der Übetragung der entsprechenden Reliquien in den Jahren um 938-948 wurde die damalige Kirche allein dem hl. Florin geweiht. Um 1100 erfolgte ein Neubau der Kirche unter dem Stiftspropst Bruno, dem späteren Trierer Erzbischof Bruno von Lauffen.

St. Jakobuskapelle

Gegenüber der Basilika St. Kastor steht innerhalb des ehemaligen Von-der-Leyenschen Hofes die 1355 erbaute gotische Kapelle der alt-katholischen Gemeinde St. Jakobus. Gegen Ende des 2. Weltkrieges wurde der Leyensche Hof 1944 zerstört. Während das Palais abgerissen wurde, baute man die Jakobuskapelle in den Jahren 1965-1968 wieder auf.

St. Josef

Die Pfarrkirche wurde zwischen 1894-1898 von Professor Joseph Kleesattel (Düsseldorf) in der Neustadt errichtet. Die stattliche neugotische Basilika verfügt über Querhaus und Nebenchöre. Die neugotische Ausmalung wurde erneuert, jedoch ist die Ausstattung zum größten Teil erhalten.

Stadttheater

Das Stadttheater Koblenz unweit des Kurfürstlichen Schlosses ist der einzige erhaltene klassizistische Theaterbau am Mittelrhein und das früheste erhaltene Beispiel eines Rangtheaters in Deutschland (im Gegensatz zum früheren Logentheater). Das Stadttheater wurde 1787 im Auftrag des Trierer Erzbischofs und Kurfürsten Clemens Wenzeslaus von Sachsen in siebenmonatiger Bauzeit nach Plänen Joh. Andreas Gaertners durch den Architekten Peter-Joseph Krahé (Mannheim) in dem damals neuen Stadtteil Neustadt errichtet.

Vier Türme

Die vier Häuser mit den kunstvollen Erkertürmen wurden 1608 erbaut und nach Zerstörung 1688 zwischen 1689 und 1692, wahrscheinlich nach Plänen Johann Christoph Sebastianis, wiederhergestellt und die Erker erneuert. Die Häuser sind zum Teil bezeichnet: "Zu Sankt Petrus" (1691), "Zum Grünen Baum" (1692) und "Hauptwache" (1690, Eckhaus Marktstraße/Plan).

Zisterzienserkloster