Mainz in Rheinhessen

Der Bassenheimer Hof in Mainz

Bassenheimer Hof.[Bild: Stefan Dumont]

Der Bassenheimer Hof wurde um 1750 zusammen mit dem Osteiner Hof errichtet. Bauherr war Freiherr von Ritter zu Grünstein, der Baumeister des Deutschhauses. Das barocke Adelspalais war als Wohnung für die verwitwete Schwester des Mainzer Kurfürsten Karl Friedrich von Ostein gedacht. In der Nachbarschaft des Hofes befand sich bis 1809 Zisterzienserinnenkloster St. Agnes. In französischer Zeit erfreute sich der in klassischem, französischen Stil errichtete Hof besonderer Wertschätzung. Er diente als Blickpunkt für die französische Stadtplanung. Die gesamte innere Raumaufteilung und Architektur wurde schon im 19. Jahrhundert durch die Nutzung des Gebäudes als Bundeskaserne vernichtet.
Im Zweiten Weltkrieg ausgebrannt, konnte durch den Wiederaufbau 1947/48 nur die Fassade erhalten werden. Hier befindet sich heute das Innenministerium.

Nachweise

Redaktionelle Bearbeitung: Stefan Grathoff

Verwendete Literatur:

  • Landesamt Denkmalpflege (Hrsg.): Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Band 2.2: Stadt Mainz. Bearb. v. Ewald Wegner. Worms 1988.
  • Matheus, Michael; Rödel, Walter G. (Hrsg.): Bausteine zur Mainzer Stadtgeschichte. Mainzer Kolloquium 2000. Stuttgart 2002.

Aktualisiert am: 16.09.2014